Sind Religionen nicht eigentlich eine gute Sache? Als religiöser, anständiger Mensch der an eine monotheistische Glaubensrichtung festhält, ist man Gott nah und praktiziert seinen Glauben. Das tut man häufig in religiösen Einrichtungen. Daran ist zunächst nichts verwerflich wenn es der Welt dient, oder? Es gibt Leute, die erst durch das Praktizieren eines Glaubens, ihren Lebenssinn fanden. Schön ist diese Vorstellung allemal. Die meisten religiösen Schriften bergen wertvolle Weisheiten. Leider sieht die Realität auf der Welt weniger rosig es, wenn es um das Thema Gott und Religion geht. Religionen sind in letzter Zeit in Verruf geraten und das aus gutem Grund. Mit diesem Blogbeitrag, möchte ich dir eine völlig neue, unabhängige Perspektive zum Thema Religion und den Glauben an Gott näher bringen, sofern es dich interessiert. Dabei werde ich auch religionskritisch auf bestimmte Punkte zu sprechen kommen. Bitte bilde dir darüber ruhig deine eigene Meinung, ich nenne dir hier lediglich meine Perspektive zum Thema Religionen, es steht dir jedoch völlig frei, ob Du meine Meinung als die deine annimmst. Wenn Du somit ein überzeugter religiöser Anhänger bist, der seinen Glauben lebt, dann empfehle ich dir nicht, den kommenden Beitrag zu lesen, da es möglicherweise dein gesamtes Weltbild auf den Kopf stellen könnte. Für alle anderen, die dafür offen sind, könnte meine Sichtweise zum Thema Religion und Gott durchaus interessant sein. Eines möchte ich dabei klarstellen: Meine alternative Sichtweise, hat nichts mit Atheismus, Agnostizismus, Satanismus, Gotteslästerung oder irgendwelche schrägen Sekten zu tun. Auch bin ich nicht der Antichrist der jetzt alle Religionen bashen und andere von alternativen Glaubensrichtungen überzeugen will. Ich habe nichts mit all dem zu tun und distanziere mich von diesen Themen. Ich werde lediglich eine Alternative präsentieren, die für mich funktioniert, doch es steht jedem frei das für sich zu nutzen. Ich bin ein ganz normaler Mensch, der lediglich gewisse gesellschaftlich etablierte Themen etwas genauer hinterfragt, was mein gutes Recht ist. Was ich hier präsentiere, ist eine etwas ungewöhnliche Sichtweise zu den Themen Gott, Existenz und die Welt. An dieser Stelle möchte ich zusätzlich erwähnen, dass ich nichts gegen Menschen habe, die einer bestimmten Glaubensrichtung angehören bzw. ihren Glauben aktiv ausleben, solange es nicht dem Wohl anderer Leute schadet. Es sind nicht meine Belange, was andere da draußen denken oder an was sie glauben. Jeder entscheidet selbst darüber woran er oder sie glauben möchte. Ich kritisiere hier somit nicht die Gläubigen, sondern die Religionen selbst, samt ihren Regelwerken und ihren teilweise falschen oder veralteten Überzeugungen. Ich werde in den kommenden Abschnitten gute Gründe dafür nennen und der Großteil bezieht sich auf die katholische Kirche. Vorab sei erwähnt, dass eigentlich noch nicht einmal die Religionen selbst das Problem sind, sondern eigentlich das, was gewisse Menschen oder religiöse Anführer daraus machen.

Gott hat keine Religionen geschaffen

Wenn man sich die großen, monotheistischen Religionen da draußen ansieht und dabei feststellt, wie häufig die Wörter Gott und Glaube darin vorkommen, dann könnte man schnell zu dem falschen Entschluss kommen, dass man zwangsläufig einer Religion beitreten muss um sich zu Gott zu bekennen bzw. seinen Glauben an ihn auszuleben. Nun das ist durchaus auch so gewollt, den religiöse Einrichtungen suchen verzweifelt nach neuen Mitglieder um deren Überzeugungen am Leben zu erhalten. Lass mich deshalb einen entscheidenden Punkt verraten: Gott hat keine Religionen geschaffen! Unsere Seelen sind nicht religiös und genauso wenig tragen sie eine bestimmte Hautfarbe oder eine bestimmte religiöse Überzeugung in sich. Gott ist pure, bedingungslose Liebe und Freiheit, genauso wie unsere Seelenessenz. Unsere Seelen sind Teile von Gott, oder besser gesagt, kommen sie von ihm. Du kannst dir deine Seele und jede Kreatur, die mit einer Seele ausgestattet ist, als gottes Auge vorstellen. Gott hat Lebensformen geschaffen und mit Seelen ausgestattet um sich selbst durch seine Kreationen zu erfahren. Es ist in etwa so, wie wenn Du ein großes Haus, mit zahlreichen Gängen und Türen errichtest und anschließend eine Horde Roboter baust, die allesamt mit Kameras ausgestattet sind. Diese Roboter sind mit einem Zentralcomputer verbunden, den Du als Schöpfer deiner Welt steuern kannst. Mit einem Zentralcomputer, kannst Du die Maschinen steuern und zudem von deinem Bildschirm aus betrachten, was die Roboter mit ihrer Kamera sehen. Du würdest dann auf diese Weise deine eigens erschaffene Welt über deine eigens erschaffene Wesen erkunden. In etwa so kannst Du dir das mit Gott, dem Allmächtigen und seinen Kreationen vorstellen. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass eine Kreatur von Gott, die zu bestimmten Dingen in der Lage ist, selbst ein Gott ist. Wir sind Schöpferwesen und zu bestimmten Dingen fähig, doch das bedeutet nicht, dass wir selbst Gott höchstpersönlich sind. Nur weil Du besonders schlau bist, vielleicht Dinge wie Genmanipulation oder andere besondere Fähigkeiten besitzt, heißt das nicht, dass Du selber ein Gott bist. So wie die Roboter aus dem genannten Beispiel, zwar von dir gebaut wurden und von dir kommen, sie am Ende jedoch nicht Du sind, egal wie intelligent oder fähig sie sein mögen. Diese Kreaturen wurden zwar von dir erschaffen und sie sind dann vielleicht mit dir in einer Weise verbunden, doch sie sind am Ende nicht Du, sondern eigene Wesen. Ich denke das ist wichtig zu beachten, weil ansonsten einige Leute da draußen, es mit ihrer Rolle übertreiben, wenn sie sich selbst für Gott höchstpersönlich halten…

Jeder kann sich zu Gott bekennen, jeder kann beten und meditieren, jeder kann ein wohlwollendes Wesen sein und an Engel glauben und dabei trotzdem keiner Religion angehören. Auch diese Kreaturen werden von Gott geliebt und akzeptiert, auch wenn sie keiner Religion beigetreten sind und nicht getauft oder beschnitten wurden. Auch wenn religiöse Fanatiker etwas anderes behaupten; jemand der nicht getauft wurde oder nicht regelmäßig in die Kirche geht, kann trotzdem Gott nahe sein und nach seinen Bestimmungen leben. Was sagt uns das also aus? Menschen, oder andere Lebensformen haben die Religionen erfunden, nicht Gott. Die Religionen bestehen aus Regelwerken, Weltsichten und Doktrinen, von denen viele heutzutage für unsere moderne Gesellschaft nicht mehr funktionieren. Sie stellen eher eine Einschränkung als eine Bereicherung dar. Unsere bekannten Weltreligionen sind nicht gottgemacht, sondern menschengemacht! Religionen sind ein Instrument um andere Menschen unter Kontrolle zu bringen, bzw. sie in eine bestimmte Frequenz zu binden. Doch Gott selbst hat es nicht nötig, etwas oder jemanden zu binden oder zu irgendetwas zu zwingen, was sie nicht machen wollen; wäre das nicht so, dann hätten Menschen auch nicht den gottgegebenen freien Willen.

Gott persönlich ist pure, bedingungslose Liebe (und ich denke noch viel mehr als das) und braucht weder irgendwelche religiösen Überzeugungen zu erfinden, noch hat er es nötig, Leute in bestimmte Glaubensrichtungen hineinzuzwingen. Gott ist Freiheit und unsere Seelen sind frei. Religionen versuchen, unsere Freiheit einzuschränken und uns über religiöse Doktrinen und menschengemachte Regeln unter Kontrolle zu bringen und genau das ist das Gegenteil von Liebe und Freiheit. Ist Gott perfekt? Ich weiß es nicht. Jedenfalls, wird er für seine Kreationen das beste im Sinn haben. Gott würde niemals wollen, dass Du hart bestraft wirst. Wenn also etwas erheblich schief läuft und Leute glauben, dass Gott sie verlassen hat, oder sie damit bestrafen will, dann stimmt das nicht. Gott ist immer da und er persönlich würde niemals wollen, dass seinen Kreationen etwas schlimmes zustößt. Menschen oder andere Lebensformen wollen höchstens andere bestrafen, wenn sie aus dem Ego heraus handeln. Das bekannte Übel was wir auf der Erde vorfinden, ist somit in der Regel menschengemacht nicht gottgemacht. Wenn Gott seine Kreationen bedingungslos liebt und sich um sie kümmert, warum passieren Menschen dann trotzdem schlimme Dinge? Nun hier sind auch universelle Gesetze im Spiel, wie unter anderem das Gesetz der Anziehung. Das Gesetz der Anziehung besagt, dass Du das in dein Leben ziehst, worauf Du deinen Fokus richtest. Menschen ziehen genau die Dinge in ihr Leben die sie nicht haben wollen, weil sie sich zu sehr darauf fokussieren. Wenn jemand also das Übel in sein Leben zieht, dann sorgt der- oder diejenige in der Regel selbst dafür, nicht Gott. Auch das Gesetz von Ursache und Wirkung spielt dabei eine Rolle. Wenn jemand anderes da draußen Mist baut und Du zufällig in der Nähe bist, dann kann es auch vorkommen, dass es Auswirkungen auf dich hat. Doch auch hier kann man Eigenverantwortung übernehmen und sich von dem Wahnsinn einfach gezielt fernhalten. Zudem wird man seitens des Himmels immer beschützt, sofern man selbst zum höchsten Wohl handelt.

Alle großen Probleme dieser Welt erschaffen sich in der Regel die Menschen selbst. Wenn beispielsweise die Weltmeere mit Plastikmüll verseucht sind, dann hat nicht Gott das erschaffen, sondern verantwortungslose Menschen taten das. Wenn ein Vermieter zu hohe Mieten verlangt, die sich die Mieter nicht leisten können, dann hat nicht Gott dafür gesorgt, sondern der Vermieter der sich von der Gier leiten lässt. Gott ist zudem nicht dazu da um all unsere Probleme zu lösen. Ein Teil unserer Bestimmung ist es auch Eigenverantwortung zu übernehmen und unsere Probleme selbst zu lösen. Dennoch kann Gott bedingungslos helfen, wenn man nicht mehr weiter weiß und um seine Hilfe bittet. Gott würde niemals wollen, dass seine Kreationen keine anständige Behausung finden oder krank werden. Gott würde niemals wollen, dass seine Kreationen ein schweres Leben haben. Viele unserer Herausforderungen, haben wir uns selbst zu verdanken und oft auch bewusst gewählt um zu wachsen und besser zu werden. Wir lernen aus unseren Fehlern, somit hat auch das seinen Sinn. Es ist somit falsch zu glauben, dass Gott für die Probleme dieser Welt verantwortlich ist und die Menschen auf diese Art bestrafen will. Viel mehr bestrafen sich die Menschen selbst oder gegenseitig. Nicht Gott beutet Menschen aus, sondern Menschen tun das mit sich selbst, weil sie egoistisch handeln. Sie spielen zudem diese Spiele um sich dadurch selbst den Spiegel vor das Gesicht zu halten. Wenn Du jemand schlecht behandelst und jemand behandelt anschließend dich schlecht, dann hält dir diese Person lediglich den Spiegel vor das Gesicht. Es dient für dich als Reflexion um dein Denken und Handeln zu hinterfragen. Wenn Du Probleme in deinem Leben hast, dann hast Du oder jemand anderes dafür gesorgt, nicht Gott und es ist gut möglich, dass Du dem bewusst oder unbewusst zugestimmt hast. Ein anderer Grund für Übel kann auch sein, wenn Menschen ihren freien Willen missbrauchen und sich in die falsche Richtung entwickeln. Stelle dir vor, wenn Du eine Horde Roboter baust, die allesamt zu einem bestimmten Zweck designt wurden. Vielleicht waren sie ursprünglich dafür gedacht, damit sie die Umwelt schützen und glücklich sind. Doch anstatt, dass diese Maschinen das tun wofür sie bestimmt wurden, machen sie etwas völlig anderes. Sie fangen vielleicht damit an sich gegenseitig zu zerstören oder andere fatale Fehler zu machen, aufgrund von fehlerhaften Programmen, falschen Überzeugungen oder weil sie sich schlicht in die völlig falsche Richtung entwickelt haben.

So in etwa kannst Du es dir mit den meisten Menschen da draußen vorstellen: Sie leben gegen ihre Bestimmungen. Sie gehen nicht den Weg, der eigentlich für sie vorbestimmt war, weil sie es entweder vergessen haben oder weil sie in die Irre geleitet wurden und sich in eine nicht optimale Richtung entwickelt haben. Sie tun nicht das, wofür sie ursprünglich bestimmt wurden und so kann es passieren, dass daraus Konsequenzen entstehen. Sie machen Fehler und diese Fehler beruhen auf eigene falsche oder besser gesagt, nicht optimale Entscheidungen. Dazu gehören auch unter anderem falsche/veraltete religiöse Überzeugungen. Ich denke, dass ist jedoch ein Teil des Spiels und etwas, dass der freie Wille mit sich bringt. Religionen können richtig eingesetzt einem helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, doch sie sind nicht dafür notwendig. Bessere Entscheidungen können auch getroffen werden, wenn man einfach aus den eigenen Fehlern lernt und besser wird. Gott ist überall, inklusive in uns selbst und er hat unser bestes im Interesse. Ihm interessiert zudem, ob dein Herz rein ist. Ein religiöser Fanatiker, der andere Menschen die keiner Religion angehören, als gottlos beschuldigt, ist nicht so reinen Herzens wie er glauben mag, auch wenn es vielleicht ursprünglich gut gemeint war. Man braucht somit nicht jeden Sonntag in die Kirche zu gehen um Gott näher zu kommen. Gott kann in jedem Haus gefunden werden, nicht nur in kirchlichen Einrichtungen, die mit teurer Ausstattung geschmückt sind. Es ist somit nicht nötig einer Religion beizutreten um an Gott und Engel zu glauben oder um beten und meditieren zu können.

Es ist nicht mehr eine Frage des Glaubens, es ist eine Frage des Wissens!

Wir leben heute in großen Zeiten des Wandels. Die Menschheit befindet sich in einer großen Transformation, die es so in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie gegeben hat. Unzählige Weltbilder, Glaubensrichtungen und Bewusstseinsstufen leben heute zusammen auf dem selben Planeten und zu allen möglichen Themen des Lebens, gibt es unterschiedliche Perspektiven und Denkrichtungen. Wie will man da noch den Überblick bewahren? Wem soll man da noch glauben? Es gibt so viele verschiedene Menschen da draußen, die sich alles mögliche über die Welt denken, sich die wildesten Geschichten zusammenreimen und das eine Weltbild mag dabei näher an der Wahrheit dran sein als das andere. Da fällt es doch leicht, einer Religion zu vertrauen und dem zu glauben was in irgendwelchen religiösen Büchern geschrieben steht, oder? Zumal wenn so viele Menschen diesen Lehren vertrauen und folgen? Doch heißt es jetzt, wie so oft, dass nur weil die gesellschaftlichen Massen etwas folgen, es deshalb das richtige ist? Muss das andersdenkende Schaf der Schafsherde folgen, nur weil alle anderen Schafe dem Hirten in das Schlachthaus folgen? Würdest Du von der Klippe springen, nur weil 5000 Leute das auch einfach so tun und es für richtig halten? Wäre es in diesem Sinne nicht eigentlich ziemlich dumm, immer dem Mainstream zu folgen? Wie gefährlich ist es, wenn man alles was man da draußen zu sehen und hören bekommt, einfach glaubt? Wie wäre es, wenn Du deinen eigenen Strom des Lebens folgst und auf deine eigene Weisheit, deine eigene Intuition vertraust?

Zwischen Glaube und Wissen gibt es einen Unterschied. Jemand der glaubt, ist überzeugt und hält an einer Vorstellung fest unabhängig davon, ob diese Vorstellung der Wahrheit entspricht oder nicht. Jemand der weiß, kann sich sicher sein, dass das woran er glaubt auch tatsächlich der Wahrheit entspricht und real ist. Nicht selten verschwimmen die Grenzen zwischen Glaube und Wissen und das ebenfalls bei religiösen Überzeugungen. Heute hat jedoch derjenige die Nase vorn, der auf der einen Seite eine freie Fantasie hat und auf der anderen Seite sich der Wissenschaft widmet und aktiv versucht seinen Glauben mit Fakten zu belegen. So ist die Urknalltheorie heutzutage weltweit anerkannt und mit wissenschaftlichen Daten sehr gut belegt. Wir wissen, dass das Universum aus einer Quelle entsprungen ist. Diese Quelle könnte man auch als Gott betrachten. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Erde deutlich älter ist als 5000 Jahre und aufgrund von fossilen Funden, wissen wir auch ganz sicher, dass das Leben sich über Milliarden von Jahren hier auf der Erde zu dem entwickelt hat was wir heute kennen. Darwins Evolutionstheorie ist somit wahr und heutzutage gut belegt.

Somit stimmt es nicht, dass Gott die Welt in 7 Tagen erschaffen hat und alle Lebensformen angeblich schon immer so existierten, wie es heute der Fall ist. Viel mehr erschuf Gott das gesamte Universum in wenigen Millisekunden und nach einigen Milliarden Jahren wurde auch die Erde und das Leben darauf geformt. Doch dass muss nicht heißen, dass es deswegen keinen Schöpfer gibt oder alles was in den religiösen Büchern geschrieben steht, vollkommen falsch ist. Eine gesunde Mischung aus Glaube und Wissenschaft halte ich da für durchaus angebracht. Somit ist klar, dass das gesamte Universum, den selben Ursprung hat und alles was existiert, von dieser Urquelle (Gott) abstammt. Durch Milliarden jahrelanger Evolution, hat sich alles was wir heute kennen von der einfachen Materie bis hin zu komplexen Organismen mit einer Seele, mit Gedanken, Strukturen und Gefühlen entwickelt und das haben wir durchaus der Gotteskraft zu verdanken.

Es wäre aus meiner Sicht deshalb wahnsinnig zu behaupten, dass alles Leben nur ein blanker Zufall wäre und keinen Sinn hätte. Doch es wäre ebenso wahnsinnig zu behaupten, dass alles Leben einfach so erst seit 5000 Jahren existiert und sich nicht verändert. Was ist, wenn die Evolutionstheorie somit größtenteils stimmt und die Evolution eigentlich nur ein Werkzeug Gottes ist um das Leben zu erschaffen? Ein Werkzeug der Kreation? Was ist wenn wir lernen, diese Werkzeuge zu unserem Vorteil zu nutzen, um unsere besten Versionen zu werden und dabei dennoch eine gesunde Bescheidenheit an den Tag legen und uns nicht selbst als Götter zu positionieren? Somit halte ich es nicht verkehrt, wenn wir uns technologisch und wissenschaftlich weiterentwickeln, sofern wir diese Themen mit Respekt, Verantwortungsbewusstsein und einer gesunden Bescheidenheit ausüben. Wir können uns weiterentwickeln und dennoch Gottes Bestimmungen folgen. Wir können komplexe Probleme meisterhaft lösen und uns dennoch als ehrfürchtige Kinder Gottes betrachten. Vielleicht möchte ja auch Gott genau das: Das wir uns konstruktiv bis zur Meisterhaftigkeit weiterentwickeln und damit die Welt und sogar das Universum ein Stück besser machen, ohne uns jedoch dabei selbst für zu wichtig zu nehmen?

Am Ende haben beide Seiten ihre Berichtigung: Ich möchte mich an Gottes Bestimmungen halten und ich möchte mich dabei jedoch nicht unnötig einschränken und an Illusionen aus alten Büchern festhalten, welche vor Tausenden von Jahren von irgendwelchen alten Männer geschrieben wurden. Eine gesunde Mischung aus maximaler Potentialentfaltung und Gottes-Ehrfurcht wäre da aus meiner Sicht der beste Lösungsweg. Ich kann das beste aus mir herausholen und dennoch eine gesunde Bescheidenheit bewahren und andere respektieren, wertschätzen und mich an Gott richten, ohne jedoch dabei fanatisch zu werden. Ich möchte die Existenz Gottes bejahen und dennoch gleichzeitig wissenschaftliche Fakten haben, die das erklären. Ich möchte fundiert wissen, wie Gottes Kreationen funktionieren und wie es überhaupt entstehen konnte. Somit kann durchaus jemand ein Wissenschaftler sein und nach der Wahrheit suchen und zugleich die Existenz Gottes bejahen (wofür es auch vermehrt wissenschaftliche Beweise gibt) und sich von ihm in die richtige Richtung leiten lassen. (Echte) Wissenschaft ist spirituell, denn auch hier geht es um Wahrheitsfindung für Dinge die man zwar nicht wahrnimmt, die aber dennoch existieren. In was für einer Welt würden wir leben, wenn jeder das so akzeptieren würde? Eine Welt in der Gottesglaube und die Wissenschaft sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern im Gegenteil: Sich gegenseitig ergänzen? Es wäre wahrscheinlich eine wesentlich friedlichere und dennoch intelligentere Welt. Insofern denke ich, dass Gottesglaube und Wissenschaft sich nicht gegenseitig ausschließen müssen sondern im Gegenteil wie Schmied und Eisen zusammengehören, weshalb es in heutigen modernen Zeiten nicht mehr eine Frage des reinen Glaubens ist, sondern eine Frage des Wissens!

Wann machen Religionen noch Sinn?

Nach allem, was ich hier geschrieben habe, könnte man zu dem Entschluss kommen, dass ich den Religionen feindlich gestimmt bin, doch das Gegenteil ist der Fall. Ich halte religiöse Bücher, Schriften und Lehren, immer noch sehr nützlich und hilfreich, denn sie beinhalten wertvolle Weisheiten, die auch in modernen Zeiten nachwievor ihre Berechtigung haben. Wie anfangs angeschnitten, sind es eigentlich nicht die Religionen selbst, die ich kritisiere, sondern das was Menschen lange Zeit daraus machten. Es ist kein Geheimnis, dass im Mittelalter seitens der katholischen Kirche, die Religion als politisches Machtinstrument missbraucht wurde um Macht und Kontrolle über andere auszuüben und genau deshalb halte ich Religionen als eine heikle Angelegenheit, wenn mit ihnen nicht verantwortungsbewusst umgegangen wird. Selbst die Religionen wurden ursprünglich nicht dazu geschaffen um Leute zu kontrollieren, sondern viel mehr um ihnen einen Leitfaden, ja eine Richtung zu für ein glückliches und harmonisches Leben zu bieten. Doch im Laufe der letzten Jahrhunderte sind Religionen vermehrt in den Verruf geraten, was sich die religiösen Anhänger selbst zu verdanken haben. Es wurden irrsinnige Regeln und Doktrinen seitens einiger bösartiger Machthaber erfunden, weshalb es im Mittelalter Kreuzzüge oder sogenannte heilige Kriege gab, in denen sie angeblich im Namen Gottes Leute sich gegenseitig bekriegten. Würde Gott persönlich wirklich wollen, dass Menschen sich gegenseitig bekriegen? Es wurde damals mit dem Monotheismus argumentiert: ,,Mein Gott ist der einzig wahre und weil Du an etwas anderes glaubst, gehörst Du zu den Ungläubigen, also landest Du in die Hölle”. Genau hier lagen die Gefahren: Menschen bekriegten sich gegenseitig aufgrund von Meinungsunterschiede in ihrem Glauben. Der Wahnsinn nahm dadurch seinen Lauf. Hinzu kommt, haben die damaligen Christen, nicht selbst gegen ihre eigenen Gebote und Regeln verstoßen? Sie haben schließlich getötet, doch in der Bibel steht, Du sollst nicht töten. Somit ist das sehr widersprüchlich.

Aufgrund dieses Warnsinns, wurde der Atheismus ins Leben gerufen, als Gegenbewegung auf den religiösen Fanatismus, der zu damaligen Zeiten seitens der Massen ausgelebt wurde. Doch meiner Ansicht nach, ist auch der Atheismus keine Lösung, den diese Sichtweise ist zur kurzsichtig und setzt voraus, dass alles Leben keinen Sinn hätte, keinen Gott hätte und alles was existiert, rein logisch auf immer gleich funktionierende Naturgesetze herunter gebrochen werden kann. Doch das Universum ist viel mehr als nur rein logisch berechenbare Naturgesetze. Es hat einen Sinn. Aus meiner Sicht ist das Leben kein Zufall. Ich denke jedes einzelne Atom da draußen, hat seinen Sinn und Zweck. Alles was existiert, stammt zugleich aus einer Urquelle (Gott, den Urschöpfer) und wird vermutlich auch eines Tages wieder zurück zu dieser Quelle gelangen. Wissenschaftler bezeichnen diese Urquelle, als den einen Punkt, wo sich die gesamte Materie, die heute das Universum bildet, sich am Anfang zusammengepresst hat. Danach kam der Big Bang und damit das Universum und alles was wir heute kennen und wahrnehmen können. Die materielle 3-dimensionale Ebene in der wir Menschen leben, ist nur ein Aspekt von vielen. Darüber hinaus, gibt es noch so viel mehr, was weder seitens der Religionen, noch der modernen Wissenschaft vollständig erklärt werden kann. Auch wenn die Wissenschaft sich Jahr für Jahr übertrifft, gibt es da draußen noch so viel zu wissen und noch zu viele offene Fragen zu ungeklärten Mysterien über Gott, das Universum und die Existenz.

Glaube ist gut, doch Wissen ist besser. So weiß ich, dass Gott existiert und auch wenn ich es nicht genau mit wissenschaftlichen Fakten belegen kann, so ist es dennoch ein intuitives Gefühl, ein Vertrauen, dass es wahr ist. Zu glauben, dass das Leben deshalb nur blanker Zufall wäre und keinen Sinn hätte, halte ich persönlich für nicht weit genug gedacht und eventuell für gefährlich. Jemand der ernsthaft davon überzeugt ist, dass Gott nicht existiert und alles keinen Sinn hätte, könnte auf die falsche Idee kommen dem puren Egoismus zu verfallen und dadurch sich und anderen das Leben ruinieren. Jemand der aber religiös fanatisch agiert und niemals dabei die moderne Wissenschaft in Betracht zieht, agiert auch nicht sonderlich vorbildlich. Religionen haben aus wissenschaftlicher Sicht somit ihre Berechtigung, insbesondere was bestimmte Regeln anbelangt, doch Religionen alleine reichen nicht aus um die Existenz zu begründen. Der Mensch braucht Regeln, an die er sich hält, damit alle Menschen harmonisch und konstruktiv miteinander auskommen können, soviel steht fest. Viele Gebote aus Moses Steintafeln, machen durchaus Sinn, insbesondere das Gebot Du sollst nicht töten. Die Religionen selbst, bieten somit den richtigen Leitfaden für ein harmonisches Miteinander und demnach sichern sie das Überleben einer Spezies, wenn sich alle daran halten. Was die Soziologie anbelangt, liefern religiöse Ansichten demnach ausreichend Intellekt. Dennoch sind viele religiöse Ansichten in Anbetracht der modernen Zeiten und der wissenschaftlichen Erkenntnisse überholt. Die Regel Du sollst nicht Ehebrechen, funktioniert heute immer weniger, weil vermehrt weniger Menschen überhaupt in Betracht ziehen eine Ehe einzugehen und dieses Thema auch nicht mehr für so wichtig nehmen. Wer somit weiterhin traditionell nach veralteten, nicht mehr funktionierenden religiösen Ansichten lebt, wird dadurch sich selbst und andere nur unnötig einschränken.

In diesem Sinne ist es hilfreicher, wenn wir die Lehren aus allen Religionen genauestens hinterfragen, ihre Sinnhaftigkeit begründen und am Ende nur das behalten und heute weiter nutzen, was für die heutige moderne Gesellschaft für ein friedliches und harmonisches Miteinander funktioniert, ohne uns dabei von veralteten, einschränkenden religiösen Ansichten und Doktrinen dominieren zu lassen. Ich halte es in dieser Hinsicht durchaus sinnvoll, wenn wir eine funktionale Ethik etablieren und uns dabei auch von Religionen inspirieren lassen, doch wir nutzen nur das weiter, was auch wirklich etwas taugt. Liebe, Vergebung, Hilfsbereitschaft, Barmherzigkeit und eine gesunde Bescheidenheit, was auch in den großen Weltreligionen gepredigt wird halte ich für durchaus sinnvoll. Jemanden für seine Sünden zu bestrafen und in das ewige Höllenfeuer zu befördern, halte ich mittlerweile für überholt. Es gibt heutzutage durchaus sinnvollere Methoden um konstruktiv mit Sünder umzugehen und hier sollte man sich deshalb wieder mehr an die moderne Wissenschaft orientieren. Ich möchte somit funktionierende Regeln haben, an die sich auch alle halten, doch ich möchte alles was nicht funktioniert und einen nur unnötig einschränkt, weglassen. Genausowenig, sollte man bestimmte religiöse Lehren völlig missachten und meinen, man könnte jetzt nach eigenen Regeln leben, denn viele religiöse Bücher, liefern nachwievor nützlichen Intellekt, welchen wir mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren und zum Allgemeinwohl nutzen sollten. Religiöse Bücher sind intellektuell und sehr assoziativ (was schnell für Missinterpretation und Missverständnisse sorgen kann), doch man sollte deshalb nicht die moderne Wissenschaft missachten, zumal die Wissenschaft vermehrt logisch nachvollziehbare Erklärungen für esoterische und religiöse Mysterien liefern.

Was ist somit, wenn Jesus eigentlich kein Wunderheiler war, sondern lediglich besonderes Wissen besaß um die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers zu aktivieren? Was ist, wenn das was er getan hat, eigentlich naturwissenschaftlich und mit den neusten Erkenntnissen der Quantenphysik, heutzutage logisch nachvollziehbar erklärt werden kann? Wer möchte mir sagen, dass das nicht sein kann? Die moderne Medizin weiß mittlerweile sehr viel über den menschlichen Körper. Was früher als Wunder bezeichnet wurde, wird nun heute dank moderne Wissenschaft vermehrt logisch nachvollziehbar und verständlich gemacht. Wir wissen heute, dass der menschliche Körper ein hochkomplexer Organismus ist und zu durchaus mehr in der Lage ist, als die meisten Leute vielleicht glauben mögen. Wir wissen dass es da draußen Himmelskörper gibt, die Strahlung von sich geben, in Bewegung sind und dadurch nachweislich einen Einfluss auf uns Menschen ausüben. Durch jahrelanger akribischer Forschung und verbesserter Messinstrumente, lassen sich diese Tatsachen vermehrt wissenschaftlich belegen. Was früher als esoterischer Hokuspokus galt und von der Mehrheit der Gesellschaft belächelt wurde, kann heute vermehrt mit der modernen Wissenschaft nachweislich begründet werden.

Im Mittelalter hätte man wahrscheinlich gedacht, dass jemand der die Elektrizität nutzt um damit technische Gerätschaften anzutreiben, ein Magier wäre. So jemand hätte man damals vermutlich als Hexer beschuldigt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Es passiert nicht selten, dass Menschen Angst vor den Dingen haben, die sie nicht verstehen. Manche reagieren dann über oder ignorieren die Dinge wofür sie keine Erklärungen finden. Doch sobald man verständliche, nachvollziehbare Erklärungen liefert, wendet sich das Blatt. Heute sind Dinge wie Elektrizität, Magnetismus, Kosmische Strahlung, Technologie, Biologie, Chemie und Medizin für die Mehrheit der Gesellschaft so normal und selbstverständlich, was wir der modernen Forschung, sowie der Aufklärung in der Bevölkerung zu verdanken haben. In diesem Sinne halte ich es nur für mehr als hilfreich, wenn wir veraltete religiöse Überzeugungen weiter denken, es aufklären und dabei auch die moderne Wissenschaft in Betracht ziehen. Beides braucht sich somit nicht auszuschließen. Beide Seiten haben an den richtigen Stellen ihre Berechtigung. Dabei können wir aus beiden Seiten nur das nehmen, was für unsere neue Zeit am besten funktioniert, ohne dabei fanatisch zu werden oder andere Perspektiven völlig zu missachten.

Mein Lösungsvorschlag als Alternative zu Religionen

Was ist somit die Botschaft dieses Beitrags? Sollen wir Religionen abschaffen? Sollen wir eine komplett neue Religion oder Sekte gründen, die vermehrt die Wissenschaft mit einbezieht? Soll jeder Atheist oder Agnostiker werden? Keiner dieser Möglichkeiten würde ich persönlich in Betracht ziehen und ich halte es auch nicht für notwendig. Ich empfehle einen Deismus, das heißt einen Glauben an Gott und das in Kombination mit moderner Wissenschaft. Man muss die religiösen Schriften jetzt deswegen nicht verteufeln oder missachten, im Gegenteil: Ich nutze die Cherrypicker-Methode, in der ich mir sowohl aus Wissenschaft, sowie religiösen Büchern nur die Lehren und Ansichten auswähle und diese in mein eigenes Weltbild etabliere, die für mich Sinn ergeben und im alltäglichen Leben funktionieren. Doch ich zwinge dabei weder mich selbst noch andere, an irgendwelche Überzeugungen festzuhalten, die nichts bringen. Ich zwinge mich auch nicht religiöse Praktiken täglich routiniert auszuüben, wenn ich es eigentlich nicht möchte. Ich praktiziere nur dann, wenn es für mich wirklich Sinn ergibt und mir im gegenwärtigen Moment weiterhilft. Das ist ein Unterschied dazu, wenn jemand jeden Sonntag zum Beten in die Kirche geht oder jeden Tag um 5 Uhr morgens sein Morgenmeditation ausübt, auch wenn er oder sie eigentlich keine Lust darauf hat. Ich bin somit sehr wählerisch und nutze nur die Dinge zu dem Zeitpunkt, wo sie für meine Belange auch praktikabel und nützlich sind. Zudem versuche ich vermehrt auch wissenschaftliche Erklärungen für religiöse, altbewährte Praktiken zu finden. Es ist beispielsweise bereits wissenschaftlich erwiesen, dass ausreichende regelmäßige Meditation die Konzentrationsfähigkeit steigert und den Stresspegel reduziert. Deshalb weiß ich, dass Religionen bzw. bestimmte religiöse Praktiken an den richtigen Stellen nachwievor ihre Berechtigung haben, doch ich hinterfrage es auch und nutze nur das, was für mich persönlich funktioniert, ohne jedoch dabei selbst einer Religion anzugehören und darüber fanatisch zu werden. Diese Herangehensweise kann ich jedem Interessierten da draußen empfehlen für sich selbst auszuprobieren. Für mich funktioniert das ganz gut und ich muss mich dadurch zu nichts zwingen, was ich nicht machen möchte.