Klimawandel, Wasserknappheit, Dürreperioden, Bevölkerungsexplosion und steigende Preise der Lebensmittel, das sind die schaurigen Szenarien, die viele von uns nicht in Ruhe schlafen lassen. Wie können wir möglichst nachhaltig leben, so dass jeder einzelne bestens versorgt ist und auch zukünftige Generationen noch etwas von diesem Planeten haben? Die World Health Organisation (WHO), schätzt, dass bis zum Jahr 2050, etwa 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben werden. All diese Leute wollen ausreichend mit Lebensmittel und den wichtigsten Güter des alltäglichen Bedarfs versorgt werden.

Wenn wir in Zukunft für so viele Menschen ausreichend Güter produzieren möchten, dann müssen wir die Produktion so gestalten, dass diese die Ressourcen nicht die regenerativen Kapazitäten des Planeten übersteigern. Jede produzierte Ware hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck, den es zu minimieren gilt.

Fakt ist: So wie es aktuell läuft, fahren wir den Planeten gegen die Wand. Wenn wir mit unserem Planeten weiterhin so umgehen, wie bisher, dann wird das in Zukunft massive Konsequenzen auf das Weltklima und das soziale Leben haben. Was wir brauchen, sind innovative Technologien, relevante Wissenschaft und kluge Köpfe, die Lösungen für Probleme kreieren, anstatt sich nur auf das Problem zu konzentrieren oder nur zum Problem beizutragen. Die gute Nachricht: Wir Menschen sind ziemlich einfallsreich und gut darin, Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Alle Lösungen und Technologien um eine zu 100 Prozent klimaneutrale Wirtschaft aufzubauen, ohne dabei auf wichtige Güter verzichten zu müssen, sind bereits da, wir müssen sie nur noch umsetzen.

Nachhaltigkeit bedeutet bis zu einem

gewissen Grad Verzicht

Mit Verzicht, meine ich speziell den exzessiven, unnötigen Konsum. Auf alles was unnötig zu viel ist, zu viel Platz, zu viel Energie verbraucht oder zu viel Geld kostet, wird verzichtet. Dazu gehört unter anderem der Fleischkonsum. Die Produktion von Fleisch verbraucht viele Ressourcen, es wäre ressourcenschonender und effizienter, wenn wir die Futtermittel der Tiere stattdessen selber essen. Veganismus oder zumindest eine vegetarische Ernährungsweise, werden deshalb in Zukunft vermehrt an Bedeutung gewinnen. Klar ist: Es gibt Leute da draußen, die einen sehr verschwenderischen Lebensstil führen und vielmehr verbrauchen, als sie eigentlich benötigen. Während die einen viel zu viel haben, haben die anderen viel zu wenig. Es herrscht ein Ungleichgewicht in der Ressourcenverteilung, was unter anderem mit dem verschwenderischen Lebensstil der westlichen Kulturen zusammenhängt und unter anderem der veralteten Technologien, die zu viele Ressourcen verschlingen. Ein hoher Verbrauch stellt für Umwelt und für den Verbraucher selbst eine Belastung dar. Mit jeder Autofahrt, mit jeder Urlaubsreise, mit jedem Steak das man isst, mit jeder neugekauften Mode aus der Fast-Fashion und mit jeden neugebauten Haus, werden Ressourcen und Energie verbraucht. Der Ressourcenverbrauch kann minimiert werden, wenn man mehr Güter teilt und nicht so viele unnötige Gegenstände besitzt. Minimalismus und der bewusste Konsum wird in dieser Hinsicht auch in Zukunft für viele eine wachsende Bedeutung haben, gerade wenn es darum geht gesellschaftliche Ungleichheiten und die unfaire Verteilung der Ressourcen zu vermeiden. Dabei sage ich nicht, dass wir keinen Überfluss an Ressourcen haben sollen. Der Überfluss bietet uns eine gewisse Sicherheit und Stabilität. Doch Überfluss bedeutet nicht, dass wir übermäßig viel konsumieren und verschwenderisch mit unseren Ressourcen umgehen sollen. In meinem Buch Minimal Besitzen – Maximal Leben, erkläre ich, wie man Schritt für Schritt einen minimalistischen, nachhaltigeren Lebensstil etablieren kann und mit weniger als üblich, gut auskommen kann.

Mehr Effizienz durch innovative Technologien und veränderte Lebensweise

Effizienz ist das Schlagwort der Zukunft. Wenn wir den Weltfrieden bewahren und den Wohlstand für alle Menschen da draußen erschaffen möchten, dann brauchen wir innovative, effiziente Technologien, sowie neue Formen des Wirtschaftens, die nicht mehr auf Profitmaximierung und künstliche Verknappung beruhen, sondern auf intelligente, effiziente Ressourcennutzung. Unsere verfügbaren Ressourcen werden sinnvoller und langfristiger genutzt. Es wird eine Kreislaufwirtschaft etabliert, die die verbrauchten Materialien mit dem geringsten Energieaufwand recycelt.

Es gibt auch Technologien, die schon älter sind und ebenfalls ihren Beitrag für einen nachhaltigen Lebensstil leisten, wie Solarzellen, Wasserturbinen und Windkraftanlagen, auch diese Technologien werden aktuell noch zu wenig eingesetzt. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden, das wird nur funktionieren, wenn das Land hauptsächlich auf erneuerbare Energien setzt. Das meiste Potential liegt im Solarstrom, da die Sonne nahezu unendlich viel Energie liefert.

In Zukunft wird es so sein, dass wir mit allem bestens versorgt sind, Energie überproduzieren und zugleich trotzdem weniger unserer planetaren Ressourcen zum Leben brauchen. Es wird darauf hinauslaufen, dass wir wieder im Einklang mit der Natur leben und dabei technologisch trotzdem weiter entwickelt sind und wirtschaftlich für alle Menschen da draußen, mit minimalen Aufwand, ausreichend Güter produzieren können. Das funktioniert unter anderem mit dem 3D-Druck und einer sparsameren Nutzung unserer Ressourcen.

Bevor das passiert, müssen wir jedoch als menschliche Spezies sehr stark umdenken und die nötigen Maßnahmen zur Veränderungen vornehmen. Die gute Nachricht ist: Es gibt jetzt schon hoch effiziente Technologien, die bei gleichbleibender oder sogar erhöhten Leistung, nur einen Bruchteil der Ressourcen der gegenwärtigen Technologien verbrauchen. Die schlechte Nachricht ist jedoch: Diese Technologien werden von gewissen Konzernen unterdrückt aus Angst vor Profitverlust. So sorgten Unternehmen aus der Öl-Lobby in der Vergangenheit durch falsche wissenschaftliche Studien fleißig dafür, dass der Ausbau von erneuerbaren Energien verzögert wurde, da die Verbraucher und Investoren weiterhin auf Erdöl setzten. Theoretisch könnten wir bereits heute ganz Deutschland mit Solarzellen und Windkrafträdern ausstatten und für alle mehr als genug sauberen Strom produzieren. Doch es ist kein Geheimnis, dass gewisse Leute versuchen, diese Entwicklung aufzuhalten. Dennoch denken mehr Leute um und setzen auf mehr Nachhaltigkeit. Das ist ein Trend, der sich auch in Zukunft fortführen wird.

Das Ende vom Traum des Eigenheims?

Tatsächlich träumen viele Menschen von einem Eigenheim und viele haben sich diesen Traum erfüllt und lange dafür gearbeitet. Doch wie sieht es beim Eigenheim mit Thema Nachhaltigkeit und der Ressourceneffizienz aus? Klar ist: Ein Eigenheim kostet Geld und das nicht gerade wenig. Die meisten Eigenheimbesitzer, brauchen Jahrzehnte, bis sie den Ratenkredit abbezahlt haben. Aus Sicht der Nachhaltigkeit, verbraucht ein Eigenheim pro Person mehr Fläche, als ein Mehrfamilienhaus. Technisch gesehen gibt es zwar auf der ganzen Welt mehr als genug Fläche für jeden einzelnen Menschen, das Problem ist nur, dass nicht jeder Ort auf der Erde zum Leben geeignet ist. Die meisten Städte dieser Welt, befinden sich an der Küste, weil mithilfe von Flüsse und Seen, eine bessere Versorgung von Güter, sowie eine bessere Versorgung mit Trinkwasser möglich ist. Das bedeutet zugleich, dass der Baugrund an diesen Orten begrenzt und umkämpft ist, wenn jeder in die Städte ziehen will. Die bevölkerungsreichste Stadt der Welt ist aktuell Tokio, mit knapp 38 Millionen Menschen. Wenn man nach Deutschland schaut, dann wird man schnell feststellen, dass die Städte dort relativ ausgeglichen bewohnt sind, doch auch hier gibt es Hotspots wie Berlin und Hamburg, mit hohen Bevölkerungsdichten von 2 – 6,2 Millionen Einwohner. Während in der Vergangenheit immer mehr Leute in die Städte zogen, wurden dafür die ländlichen Gebiete immer dünner besiedelt. Teilweise wurden ganze Städte (hauptsächlich in Ostdeutschland) komplett verlassen, was dafür gesorgt hat, dass die Häuser dort völlig verwahrlost sind und irgendwann abgerissen wurden. Um unausgeglichenen Bevölkerungswachstum in den verschiedenen Metropolen zu vermeiden, müssen wir über das ganze Land gleichmäßig verteilt Städte bauen. Die Städte müssen im Land so platziert werden, dass eine bedarfsgerechte Trinkwasserversorgung und regionale Landwirtschaft so einfach erreichbar wie möglich ist. Ich glaube, dass wir in Zukunft mehr darauf angewiesen sein werden, kleinere Städte zu bauen, die dafür aber um den gesamten Globus gleichmäßig verteilt sein werden und sich selbst versorgen werden. Einen Handel zwischen den Städten und Länder wird es zwar noch geben, aber nur dann, wenn es nötig ist. Exporte und Importe, finden nur dann statt, wenn es unvermeidbar ist, das bedeutet, wenn bestimmte wichtige Güter in einer Stadt nicht produziert werden können oder der Aufwand für die Produktion eines benötigten Güters zu groß wäre.

Hier wird dann auf die tatsächliche Sinnhaftigkeit der Importe geschaut, jedoch wird dem Profit weniger Wert beigemessen, soll heißen, dass keine Ware importiert wird, nur um Profite zu erwirtschaften. Die Stadt der Zukunft setzt somit auf regionale, möglichst bedarfsgerechte Produktion um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Jede Stadt, könnte dann 50.000 – bis 500.000 Einwohner beherbergen, und ihre Versorgung regional gewährleisten. Weil in Zukunft aufgrund des Bevölkerungswachstums, mehr Flächen für die Landwirtschaft benötigt werden, wird es schwieriger werden sich ein eigenes Grundstück mit Haus und Garten anzuschaffen.

Im Rahmen der steigenden Population wird man höchstwahrscheinlich mehr in die Höhe bauen als in die Breite, denn das hat auch praktische Gründe: Es ist kosten- und ressourceneffizienter, große Wohnblogs mit Aufzügen zu bauen, als Millionen Hektar Land für Einfamilienhäuser zu verschenken, vor allem, wenn man diese Fläche stattdessen besser für die Landwirtschaft oder Wälder gebrauchen könnte.

Sicherlich wird es noch Eigenheime mit eigenen Garten geben, doch diese werden nur für die wenigsten Leute erschwinglich sein, was bereits heute der Fall ist, wenn man in einem dicht besiedelten Land wohnt. Städte sind zudem praktischer als Eigenheime. Eine Wohnung ist leichter zu managen und Schäden können hier schneller repariert werden, als bei einem Eigenheim. In einer gut ausgebauten Stadt muss man deutlich weniger Aufwand betreiben um von A nach B zu gelangen, anders als in einem dünnbesiedelten Wohnort. Jetzt könnte man argumentieren, dass es hier eine höhere Lärmbelästigung gibt, doch mit den heutigen Möglichkeiten für die Dämmung, wird auch der Lärm des Nachbarn kein Problem mehr darstellen. Lärmbelästigung seitens des Straßenverkehrs, wird es ebenfalls weniger geben, da man vermehrt auf elektrischen Antrieb setzt. Wie wird die Nachbarschaft der Zukunft aussehen? Mithilfe des Internets werden Leute sich miteinander austauschen und sich organisieren. Es könnte eine Art regionale Mikrowirtschaft, entstehen wo Leute miteinander ihre Waren und Ressourcen handeln, beziehungsweise sich austauschen. Solche Formen des Zusammenlebens gibt es schon heute. Der Austausch von regionalen Waren funktioniert unter anderem mit Anbieter wie Ebay-Kleinanzeigen. Klar ist: Wenn man in Zukunft den CO²-Ausstoß reduzieren will, muss das Wirtschaftssystem selbst, verändert werden und es müssen dabei umweltfreundliche Technologien eingesetzt werden, die es heute schon gibt.


Verkehr der Zukunft

Der Verkehr der Zukunft wird ganz anders aussehen, als der von heute und gestern. Es werden deutlich weniger Autos auf den Straßen fahren, weil vor allem Kraftstoffe wie Diesel und Benzin zur Rarität geworden sind. Was viele vergessen, ist, dass die Beförderung von Erdöl und Kohle sehr aufwendig und mit Risiken verbunden ist. Energielastig ist es ebenfalls. Darum ist Strom aus fossilen Energieträger bereits heute teurer als der Strom aus erneuerbaren Energien. Finanziell rentiert sich ihr Abbau nicht, fossile Energieträger sind überhaupt noch am Leben, weil sie staatlich aus Steuergelder subventioniert werden.

In der Stadt der Zukunft besitzt kaum jemand noch ein eigenes Auto, weil es für viele zu teue istr, die Pflege und Instandhaltung zu aufwendig sind und die Regierung der Zukunft beschlossen hat, Autoverkehr in den Städten nur noch dann zu erlauben, wenn es zur Ausübung einer systemrelevanter Tätigkeit gebraucht wird, wie beispielsweise der Auslieferung lebenswichtiger Güter, einem ärztlichen Notfall oder der Reparatur eines Hausschadens. Kraftstoffe aus fossilen Brennstoffen werden nur noch dann eingesetzt, wenn es absolut unverzichtbar ist. Die Auslieferung von lebenswichtigen Güter und Waren, findet hauptsächlich über den Gleisverkehr, den Schiffsverkehr und über die Autobahnen statt, mit Lastkraftwagen, die mit Elektroantrieb oder Biogas laufen.

Die Straßen der Innenstadt sind fahrradfreundlicher und aufgrund des verminderten Autoverkehrs gibt es so gut wie nie Staus. Als Fahrradfahrer wird man hier deshalb schneller unterwegs sein, als mit dem Auto und die lästige Parkplatzsuche gehört der Geschichte an, da dank weniger Autos in den Städten mehr Fläche frei wird, die sinnvoller genutzt werden kann, wie beispielsweise für Fahrrad-Garagen. Auch der Transport bestimmter Waren, findet mit einem Lastenfahrrad mit Elektromotor statt oder es werden sogenannte Pedelecs eingesetzt, die ein verschließbares, leicht gebautes Gehäuse haben. Anstelle von großen SUVs, mit denen nur ein einziger Fahrer im Wagen durch die Straßen fährt, setzt man in der Innenstadt auf kleinere, leichtere Fahrzeuge:

Leichter, effizienter und praktischer sind die Stadtfahrzeuge der Zukunft

Regionaler Warenversand mit leichten Elektrofahrzeugen.
Neben Postwagen, die mit Elektroantrieb laufen werden für kleinere, regionale Transporte solche Lastenräder genutzt
Der Lieferverkehr der Zukunft findet autonom mit elektrisch angetriebenen Lastwagen statt,
die wesentlich effizienter im Energieverbrauch sind als die klassischen Diesel-Lastwagen

Aber ist die Produktion von E-Autos und Autobatterien nicht umweltschädlich und verursacht dessen Produktion nicht mehr CO²-Ausstoß als bei Autos mit Verbrennermotor? Das haben viele Menschen in der Vergangenheit gedacht und deswegen von dem Kauf eines Elektrofahrzeugs abgesehen. Doch der aktuelle Stand der Forschung und neue Technologien, sowie Produktionsverfahren, sorgen bereits dafür, dass die Produktion und Nutzung von E-Fahrzeuge wesentlich umweltfreundlicher ist, als Fahrzeuge mit Verbrennermotor. Ich werde jetzt nicht erklären warum das so ist und nicht näher auf die Details eingehen, denn ich fand ein Video, das bereits bestens über dieses Thema aufklärt:


Alternativ gibt es noch den öffentlichen Nahverkehr, der in der Stadt der Zukunft gut ausgebaut ist und einen schnell und energieeffizient überall hinbringt, wo man möchte. Es werden Magnetschwebebahnen eingesetzt, die in ihrem Energieverbrauch hoch effizient, leicht und dennoch robust gebaut sind. In Deutschland wurde bereits ein neues Modell einer Magnetschwebebahn entwickelt:

Die neuere Form einer Magnetschwebebahn, die derzeit in China eingesetzt wird

In diesem Sinne müssen wir in Zukunft Städte bauen, die menschen- und umweltfreundlich sind. Das bedeutet, dass wir in Zukunft vermehrt Städte bauen, die viele Pflanzen und Bäume beherbergen. Aktuell ist in vielen Teilen der Welt eher noch das Gegenteil der Fall: Öde, überteuerte Wohnblogs in einem gigantischen Betonjungel. Der Mensch ist Teil der Natur und von ihr abhängig. Unser Planet ist unsere Lebensgrundlage, deshalb müssen die Städte der Zukunft grün und effizient sein. Das letzte was man als Stadtbewohner möchte, ist ein grauer Betonjungel ohne jegliche Pflanzen und Freizeitaktivitäten. Folgende Eigenschaften wird die optimale Stadt der Zukunft mit sich bringen:

  • Läuft zu 100% mit erneuerbare Energien
  • Möglichst regionale Produktion und Versorgung der benötigten Güter
  • Wohnen und Arbeiten sind nah beieinander
  • Einwohnerzahl idealerweise 50.000 – 500.000 Einwohner
  • Wasserversorgung aus näherer Umgebung
  • Home-Office (keine expliziten Bürogebäude mehr und dadurch mehr Fläche für Wohnungsbau)
  • Digitale Bildungsmöglichkeiten (bietet mehr Flexibilität und Eigenverantwortung in der persönlichen Weiterbildung; alle relevanten Lehrinhalte sind kostenlos, oder für sehr wenig Geld für alle erreichbar)
  • Viele Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten
  • Hohe Mobilität durch öffentliche Verkehrsmittel
  • Wenig Autoverkehr und mehr Fahrrad- und Fußgängerwege
  • Moderne Möglichkeiten der Müllentsorgung (durch unterirdische Rohrleitungen)
  • Moderne, formschöne Architektur, die langlebig und erschwinglich ist und die Natur miteinbezieht
  • Jedes Haus erfüllt eine bestimmte Funktion (z.B. verfügt ein Haus über ein Solardach und ein anderes verfügt über eine Windkraftanlage, ein anderes einen Sendemast etc.)
Stadt der Zukunft Beispiel
Nachhaltige Stadt der Zukunft

Nun, das wäre eine Stadt in der ich gerne leben würde. Hier könnte es mehr kulturelle Vielfalt geben und die Städte wären eine Oase der Erholung und der Regeneration, anstatt Orte von Chaos, Hektik und Verschmutzung. Eigenheime, würde es hier eher noch selten geben und wenn es welche gibt, dann haben sie eher einen funktionalen Zweck, wie etwa als Haus eines Försters im Wald oder das Haus eines Landwirts im Vorstadtgebiet.


Moderne Landwirtschaft

Auch die Landwirtschaft wird sich in Zukunft verändern und es wird auf weniger Fläche, mehr Ertrag produziert. Das funktioniert unter anderem mit Methoden wie der vertikalen, urbanen Landwirtschaft oder passiven Gewächshäuser, die energieeffizient und wassersparend mehrjährig Obst und Gemüse produzieren können. Mit der sogenannten Aquaponics-Methode, baut man einen landwirtschaftlichen Kreislauf, in der die Nutzpflanzen über Wasserohre konstant gedüngt und mit Nährstoffen versorgt werden. Dafür baut man ein Bewässerungssystem mit einem Fischtank. Mit einer Pumpe wird permanent Wasser durch die Rohre mit den Gewächsen befördert, das Wasser stammt dabei aus einem neben anliegendem Fischtank. Die Fische darin werden mit den Pflanzenresten der Farm gefüttert und der Fischkot dient wiederum als Dünger für die Pflanzen:

Gewächshaus mit Aquaponics
Urbane Landwirtschaft in Singapur
Passives Gewächshaus in Kanada

Zudem wird man auch hier vermehrt auf Digitalisierung und der Automatisierung der Arbeitsschritte setzen. Auf zweidimensionalen Nutzflächen wird mit einem computergesteuerten Bewässerungssystem in Kombination mit den aktuellen Wetterdaten ein optimiertes Bewässerungsprogramm gefahren. Das bedeutet im Klartext: Die Sensoren einer Wetterstation messen die Luftfeuchtigkeit, die Niederschläge und berechnen die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge, so dass nur dann bewässert wird, wenn die Pflanzen Wasser brauchen und kein Regen zu erwarten ist. Die Digitalisierung in der Landwirtschaft sorgt für mehr Präzision und Effizienz und liefert deshalb höhere Erträge bei geringerem Energie- und Wasserverbrauch und geringerer Umweltbelastung.

Das ganze läuft im Idealfall vollkommen automatisiert und zuverlässig mithilfe von Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Der technisch ausgebildete Landwirt wird nur dann in das System eingreifen, wenn es absolut notwendig ist, beispielsweise um technische Fehler zu beheben. Der Landwirt der Zukunft, wird größtenteils von Zuhause aus arbeiten, indem er seine Maschinerie per Computer bequem vom Bürostuhl aus über W-LAN und strategisch platzierte Sendemasten, fernsteuert. Drohnen fliegen über die Felder, messen die Luftfeuchtigkeit und halten Ausschau nach Schädlingsbefall, welchen sie mit passenden, ökologisch unbedenklichen Maßnahmen bekämpfen.

Richtig angewendet, kann die Technologie dafür sorgen, dass man höhere Erträge produziert und dabei auf Chemie in der Landwirtschaft weitgehend verzichten kann. Wichtig hierbei ist, dass die eingesetzte Technik ebenfalls möglichst energieeffizient läuft und nicht so anfällig für betriebliche Ausfälle ist. Zudem müssen die angewandten Technologien möglichst kosteneffizient sein, damit sie breitflächiger eingesetzt werden können und auch kleinere Betriebe mit weniger Kapital, auf diese Möglichkeiten zugreifen können.

Digital Farming: Die Zukunft der Landwirtschaft wird autonom

Wasserversorgung

Wasserknappheit wird voraussichtlich auch in Zukunft ein großes Thema sein. Zwar besteht die Erde zu ca. 71% aus Wasser, doch davon sind nur 3% trinkbares Süßwasser. Von diesen 3% Süßwasser, werden ca. 70% für die Landwirtschaft verbraucht, 27% für die Industrie und nur 3 % zur Trinkwasserversorgung. Wir werden somit zukünftig unseren Wasserverbrauch an den richtigen Stellen reduzieren und gleichzeitig dafür sorgen müssen, dass wir unser verfügbares Trinkwasser erhöhen. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Indem wir Salzwasser in Süßwasser umwandeln. Das funktioniert mit sogenannten Salzwasser-Filteranlagen. Der Haken dabei ist jedoch, dass diese Anlagen sehr viel Strom verbrauchen. Bei den alten Modellen wird das Salzwasser in einem Tank abgekocht und das kondensierte Süßwasser tröpfelt anschließend herunter. Eine andere Methode ist die Umkehrosmose, wo mit einer Membrantechnik namens Graphen, und durch Druck, der natürliche Osmoseprozess umgekehrt wird. Dadurch werden dem Meerwasser Mineralien wie das Salz entzogen und so in Süßwasser umgewandelt. Diese Methode ist wesentlich stromsparender, als das bloße Abkochen, wo nur kleinere Mengen an Süßwasser bei hohem Energieverbrauch produziert werden. Ich sah auch noch Plattformen auf den Ozeanen auf denen Kohlenstoffnanoröhren platziert wurden. Feinste Baumwollfäden nehmen dabei das Salzwasser auf, drücken kristallisiertes Salz an die Ränder und sammeln in der Mitte der Scheibe, frisches trinkbares Wasser. Eine weitere Methode zur Salzwasserfilterung im kleineren Stil, sind Plastikkugeln, in denen mithilfe der Sonneneinstrahlung das Salzwasser von alleine kondensiert und am Ende das kondensierte Süßwasser unten wieder aufgefangen wird:

Eine andere stromsparende Variante zur Salzwasserfilterung ist die kapazitive Deionisation (CDI). In diesem Verfahren, werden Ionen mithilfe eines chemischen Verfahrens aus dem Salzwasser getrennt und mit einem geringen Stromverbrauch, im Endprozess zu Süßwasser umgewandelt.

Am meisten Wasser bräuchten wir zukünftig für die Landwirtschaft. Während wir mit neuen und traditionellen Farming-Methoden kombiniert, für eine erhöhte Effizienz und zugleich ökologische Vielfalt sorgen, wird mithilfe der zuvor beschriebenen Technologien und der Ausbau von Kanäle und Rohrsysteme, ein weltweites Netz zur gleichmäßigen Wasserversorgung aufgebaut. Mit diesem Wassernetz, werden Haushalte und zugleich die bewirtschafteten Felder mit einem computergesteuerten System ausreichend und gleichmäßig bewässert. Durch das weltweite Wassernetz, welches größtenteils das Wasser aus dem Meer bezieht, wird es zudem möglich sein auch Wüstenorte wieder zu begrünen und so den Lebensraum von Mensch und Tier zu vergrößern. Die genannte CDI-Methode zur Salzwasser-Filterung, kann gerade an sehr heißen Orten, den Leuten zugute kommen und dank der Sonne, die dort regelmäßig strahlt, wird es genügend Solarenergie geben, die die dortigen Anlagen antreiben. So könnte das weltweite Wassernetz in etwa aufgebaut sein:

Aufbau eines Wassernetz, das die Wasserversorgung in der Landwirtschaft gewährleistet.

Durch ein wie oben dargestelltes Bewässerungssystem, könnte man mehr Menschen problemlos mit Wasser versorgen und eine stabile und ertragreiche Landwirtschaft erschaffen. Soetwas, wäre gewiss ein Mamutprojekt und würde immense Kosten nach sich ziehen, doch langfristig würde es sich gerade in den bevölkerungsdichten Länder wie Afrika auszahlen. Man könnte zusätzlichen Lebensraum schaffen und die Produktion in der Landwirtschaft erhöhen, ohne dabei auf Regen angewiesen zu sein. Man könnte dieses System so designen, dass auch das Abwasser direkt gereinigt und wieder zurück in den Kreislauf gerät.In warmen Regionen der Erde, setzt man bereits vermehrt solche Systeme um, wie beispielsweise Indien:

Diese Art der Wasserversorgung wird nur dann klimaneutral sein, wenn man hier zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien setzt. Stellt sich nun die Frage, wie wir in Zukunft für solche Megaprojekte ausreichend Strom produzieren können. Mit den altbekannten Technologien wie Atomkraftwerke und Fossile Brennstoffe ganz bestimmt nicht. Solarzellen und Windkraftanlagen sind da die besseren Alternativen, doch leider nicht effizient genug. Mittlerweile wird an Fusionsreaktoren geforscht und es wurden Hochleistungssolarzellen entwickelt, die eigentlich für Mars-Rover gedacht waren, da aufgrund der weiteren Entfernung zur Sonne, dort weniger Sonnenlicht zum Planeten ankommt.

Es ist eine Frage der Zeit, bis die Regierungen und Unternehmen handeln werden, denn die Uhr tickt und der Klimawandel klopft an der Tür. Jetzt ist die beste Gelegenheit um positive Veränderung für alle zu bewirken. Ganz auf Entsalzungsanlagen kann man jedoch nicht setzen, denn bei der Entsalzung von Meerwasser, wird viel Energie verbraucht und beim Entsalzungsprozess entsteht eine hochkonzentrierte Salzsäure, die als Abfallprodukt wieder ins das Meer abgegeben wird und dort die Ökosysteme schädigt. Man wird somit auch auf Trinkwassererzeugung im kleineren Stil setzen müssen wie in diesen Videos gut dargestellt wird:

Wasserfilter selber bauen
System um Regenwasser aufzufangen
Nebelfänger zur Wassersammlung in wärmeren Regionen

Fazit:

Wenn wir in Zukunft neue Städte bauen, dann müssen wir weiterdenken und innovativ sein. Alle Technologien und Lösungswege sind bereits da und ich bin mir sicher, dass in Zukunft noch weitere Technologien hinzukommen werden. In Anbetracht der steigenden Population, müssen wir als gesamte menschliche Spezies uns Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft 10 Milliarden Menschen versorgen möchten. Dieses Thema betrifft jeden von uns. Gerade die Leute, die die Finanzen und das Know How besitzen, sollten sich darüber ausführlich Gedanken machen und fruchtbare Lösungswege entwickeln. Ich habe jetzt einige Lösungswege und Anreize geliefert. Doch es liegt nicht nur an mir, diese Lösungswege umzusetzen. Wir alle zusammen müssen uns dazu entscheiden, diesen Planeten zu einem besseren Ort zu machen. Wir können die zukünftigen Herausforderungen nur gemeinsam meistern.