Kurzgefasst: Eigentlich nie. Dennoch hört man von gewissen Regierungsoberhäupter, dass der Krieg angeblich notwendig sei um den Frieden zu bewahren bzw. das Volk zu schützen. Warum das in der Realität oft ganz anders aussieht und was der wahre Zweck des Krieges ist und welche langfristige soziale und psychologische Folgen kriegerische Auseinandersetzungen, jeglicher Form nach sich ziehen, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Die Geschichte des Krieges: Wie Menschen sich seit Jahrtausenden bekriegten und warum wir uns heute keine Kriege mehr leisten können.

Vor einigen Tausend Jahren, waren wir deutlich weniger Menschen als heute. Moderne Technologien, wie Internet, Wasserpumpen und motorisierte Gerätschaften für die Landwirtschaft, gab es damals noch nicht. Es gab auch nicht so viele große Städte wie es heute der Fall ist und die Leute damals, waren größtenteils Selbstversorger, was voraussetzt, dass man auf die Ressourcen der unmittelbaren Umgebung angewiesen ist. Gab es eine Klimakatastrophe oder eine Dürreperiode, dann hat das zur damaligen Zeit nicht selten Hunger und Leiden bedeutet. Die Leute damals, lebten in einer größeren Knappheit als die Leute von heute, so viel steht fest. Im Gegensatz zu damaligen Verhältnissen leben die meisten Menschen von heute im Überfluss und sind somit sehr privilegiert. Selbst in Drittweltländer wie beispielsweise Nigeria, kommt vermehrt der Wohlstand, was dem wissenschaftlichen Fortschritt, sowie dem sinnvollen Einsatz von Kapital und Ressourcen zu verdanken ist; auch wenn die Mainstream-Medien, sogut wie nichts davon berichten.

In der Jungsteinzeit vor etwa 5000 Jahren, sah das allerdings noch ganz anders aus. Während es Völker gab, die technologisch und wissenschaftlich zu ihrer Zeit sehr entwickelt wahren, gab es Völker die sehr primitiv lebten und hart um ihr Überleben kämpfen mussten. Wenn es Seuchen gab, dann konnte man nicht so einfach wie heute einen Impfstoff entwickeln und dadurch Millionen Menschen retten. Wenn es Dürreperioden oder Überflutungen gab, dann konnte das für ein ganzes Volk das Ende bedeuten. Wenn es damals nicht möglich war, sich auf unkriminelle Art etwas zu Essen oder andere notwendige Ressourcen zu organisieren, was haben dann damalige Völker und Stämme gemacht? Sie bekriegten sich! Sie raubten und beuteten sich gegenseitig aus. Damals jedoch, hauptsächlich aus Gründen der Knappheit, die heute faktisch nicht mehr exisitert. Der Krieg ist in der menschlichen Geschichte schon lange verwurzelt. Fälschlicherweise wird heute behauptet, dass der Krieg dazu dient um Konflikte zu schlichten oder um größeres Übel zu vermeiden, wenn ein Land oder ein Staat sich beispielsweise zur totalitären, tyranischen Weltmacht entwickeln will. Doch dass ist nur das, was man oberflächlich in den heutigen Medien gesagt bekommt. Wenn Leute sich bekriegen, dann geht es meist um viel mehr als nur angebliche Konfliktschlichtung: Es geht um Machtdominanz, um Kontrolle und vor allem um Ressourcen.

Einer der größten Kriegsherren in der Menschheitsgeschichte war 100 v. Chr. der römische Kaiser Gaius Julius Cäsar, dessen Ziel es war sein Reich zu vergrößern und als Kaiser des römischen Reiches über andere Länder bzw. über andere Kulturen zu herrschen. Er erschuf damals eine Diktatur um durch kriegerische Taktiken Macht auszuüben und dadurch andere Länder zu erobern. Das selbe Prinzip fand man auch im 2. Weltkrieg, als Hitler die Weltherrschaft an sich reißen wollte, dabei ließ er sich durchaus vom römischen Reich inspirieren. Das Erobern von Ländern tat Cäsar zu seiner Zeit sehr erfolgreich. Das Ergebnis davon waren blutige Auseinandersetzungen, viele Tote, Verletzte und die Überlebenden der Angriffe wurden nicht selten zu Sklaven degradiert, welche als Menschen 2. oder 3. Klasse den Herrschern ohne aufzumucken, bis zu ihrem Tod Gefolgschaft leisten und ihnen für das Minimum eines Lebensstandart gezwungen waren zu dienen. Kräftige männliche Sklaven wurden nicht selten entweder in die römischen Truppen integriert und mussten dem Herren Gefolgschaft leisten, oder sie wurden als Gladiatoren im Kolosseum zur blutrünstigen Unterhaltungszwecken eingesetzt. Könnte man heute noch solche Szenarien zur Realität machen? Ich denke nicht, mit Ausnahme einiger afrikanischen und arabischen Länder, in denen eine totalitäre Regierungsform herrscht. In einem Land wie Nordkorea, wäre so etwas im kleinen Stil möglicherweise noch denkbar. Heutzutage haben die Mehrheit der Menschen ein höheres Bewusstsein. Den meisten Menschen ist klar, dass wenn sie nicht in irgendeiner weise konstruktiv zusammenarbeiten und stattdessen mittelalterliches Verhalten an den Tag legen, am Ende daraus nur Verlierer hervorgehen. Die Geschichte hat uns aufgezeigt, welche Dummheiten früher seitens der Völker und ihrer Machthaber aus rein egoistischen Gründen begangen wurden und mehr Leute wachen nun auf und erkennen, dass so eine Lebensweise logischerweise nicht mehr lange funktionieren wird. Wäre das nicht so, dann würden wir heute im Jahr 2021 nicht mittlerweile 7,85 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Ich denke in Zukunft wird diese höhere Bewusstseinsform sich weiterentwickeln, da wir uns heute in der neuen Zeit; einer Zeit des Wandels befinden.

Wenn man bedenkt, welche Folgen der Klimawandel mit sich bringt und was die politischen Unruhen seitens anderer Länder an Flüchtlingswellen verursachen werden, können wir es uns nicht mehr leisten uns gegenseitig zu bekriegen, auszubeuten und Dominanz über Schwächere auszuüben. Wir können nur noch die Probleme angehen, wenn wir wirklich alle inkludieren und zusammen nach konstruktiven Lösungen suchen. Krieg wird hier nichts zur Lösung beitragen und ich denke, dass ist den meisten Leuten bewusst. Wer dennoch auf den Krieg setzt, begeht einen großen Fehler. Gewalt hat noch nie jemanden weit gebracht, außer weit in das eigene Verderben. Es ist also klar, dass es bei allen Kriegen in der gesamten Menschheitsgeschichte, hauptsächlich um Machtdominanz, Kontrolle und Ressourcen ging, nicht um die Streitschlichtung. Terrorismusbekämpfung oder politische Konflikte sind vielleicht ein Vorwand um militärische Macht auszuüben, doch besteht auch die Gefahr für Kollateralschäden. Auch Unschuldige müssen nicht selten mit ihrem Leben bezahlen, wenn die Bösen bekämpft werden. Zudem ist auch der Krieg selbst, für einige ein lohnenswertes Geschäft, für das andere wiederum ungewollt mit ihrem Leben bezahlen müssen. Es gibt dabei viele Profiteure, wie unter anderem Waffenhändler, Berufssoldaten und alle Industrien, die darin beteiligt sind. Sie alle verdienen mit dem Tod und Leiden anderer Leute sehr viel Geld, weshalb sie es im Traum nicht in Betracht ziehen mit ihrem Geschäft aufzuhören. Sogenannte Krieger die im Namen des Landes gegen die bösen Terroristen kämpfen, tragen mehr zum Problem, als zur Lösung bei und wissen es meist selbst nicht besser. In diesem Sinne wundert es mich nicht dass man bei den Bewerbungen für die Armeen, eher weniger intelligente Leute bevorzugt, weil diese sich in der Regel auch leichter beeinflussen (belügen) lassen.

Psychologische Folgen von Kriege

Krieg ist die Hölle

Neben körperlichen Verletzungen und Verstümmlungen, die in einem missglückten Kampfeinsatz zustande kommen, gibt es noch die psychologischen Folgen, die weitaus verheerendere Langzeitschäden verursachen. Wer im Krieg seinen Kameraden verliert oder mal ein Körperteil verliert, wird psychisch enorm belastet und das wiederum braucht eine Therapie seitens professioneller Fachkräfte. Manche Betroffenen können für den Rest ihres Lebens nicht damit klar kommen, sie werden depressiv und im Extremfall nehmen sich sogar einige das Leben. Krieg ist nicht nur eine körperlich schmerzliche Angelegenheit, sondern auch seelisch eine hohe Belastung, mit der es nicht zu spaßen gilt. Ein Schande, dass Kriegstreiberei in den Medien immer noch so toll und spaßig dargestellt wird, als ob es das normalste der Welt wäre, auf seine Mitmenschen Gewalt auszuüben. Wir sind aber nicht hier auf der Erde um uns zu bekriegen, sondern um uns gegenseitig Liebe und Respekt zu schenken. Klar braucht man für einige Sonderfälle, militärische Spezialkräfte, doch dass ist nichts, dass man glorifizieren sollte. Krieg und Kampf sind ernste Themen und keine Unterhaltung. Auch die Wissenschaft fand heraus, dass der Mensch weniger ein Kriegstreiber ist, sondern eher ein Herdentier, das am Besten überlebt, wenn er mit seinen Mitmenschen zusammenarbeitet. Wir sind soziale Lebewesen, keine Raubtiere. Jedem psychisch gesunden Menschen kommt der Schauer im Rücken hoch, wenn er daran denkt, einen Menschen zu ermorden. Wie konnten dann Jugendliche, die von den Taliban rekrutiert wurden, es fertig bringen andere Leute umzumbringen und sich selbst in die Luft zu jagen? Ganz einfach: Durch jahrelange Gehirnwäsche und unter dem Einfluss von Drogen. Ein gesunder, sozialer Mensch, würde einen Mord, von alleine und ohne einen negativen Einfluss von außen, niemals fertig bringen. Es wäre etwas, das ihn sein ganzes Leben lang verfolgen würde, was durchaus normal ist. Wenn ich mir zahlreiche Medien da draußen anschaue, in denen die Gewalt gegen andere als etwas Erstrebenswertes präsentiert wird, wundert es mich nicht, dass bei einigen Leuten die Hemmschwelle zur Schandtat sinkt.

Krieg löst keine Probleme sondern vergrößert sie nur

Konflikte und Gewalt tragen in Krisensituationen eigentlich nichts zur Lösung bei. Vielmehr ist es nur eine Symptombekämpfung, die höchstens schlimmeres verhindert. Warum ist das so? Ein gewalttätiger und gefährlicher Mensch ist kein Mensch, mit dem man seine Zeit verbringen möchte. Ein gewalttätiger und wütender Mensch ist kein Mensch, der weise ist oder weise Entscheidungen trifft. Ein gewalttätiger Mensch ist niemand der das Wohl eines anderen im Interesse hat. Ein gewalttätiger Mensch respektiert nicht die körperliche Unversehrtheit anderer Leute. Punkt. Wer Konflikte konstruktiv lösen will, sollte deshalb von Waffen und Gewalt die Finger lassen. Man sollte im Idealfall nicht selbst zum Übeltäter werden, wenn man die Machenschaften eines Übeltäters verhindern will. Wenn jemand bei zwei Streithähnen ihren eigens angezettelten Streit schlichten will, dann trägt er nichts zur Lösung bei, wenn er einen von ihnen erschießt oder selbst gewalttätig wird. Das Problem wird nicht gelöst sein, wenn man den Übeltäter einfach umbringt. Das einzige was dadurch betrieben wird, ist lediglich Symptombekämpfung, was jedoch sinnlose Opfer nach sich zieht. “Aber was ist mit totalitären Überwachungsstaaten und Tyrannen, die die Weltherrschaft übernehmen wollen”? Müssen wir hier nicht Präventionsarbeit leisten? Nun eigentlich schon. Ich halte viel von Vorbeugung von Übel, aber das Übel wird man nicht mit noch mehr Übel beheben können, so wie man ein Feuer nicht mit einem Flammenwerfer löschen kann. Anstatt sich mit Gewalt in fremde Angelegenheiten einzumischen und dadurch in der Regel nur für noch mehr Leiden zu sorgen, würde ich die Streithähne zunächst möglichst in Ruhe lassen und sie anschließend, wenn sie sich beruhigt haben aufklären und ihnen konstruktive Lösungen anbieten. Ein fähiger Diplomat würde in so einer Situation mehr gutes bewirken, als ein Soldat. Gewalt sollte wenn überhaupt, dann nur noch als allerletzten Ausweg eingesetzt werden, wenn es eskaliert und gefährlich wird, doch ich würde es vorziehen, andere Leute einfach in Ruhe zu lassen und deren Wahnsinn einfach selbst auszubaden. Das könnte in einem Land wie Nordkorea bedeuten, dass Millionen von Menschen Hunger leiden und sich von ihrem tyrannischen Diktator unterdrücken lassen, doch es entstehen trotzdem weniger Probleme, als wenn ich in so einem Land mit einer Horde Panzer und Soldaten einmarschiere und dadurch das Risiko eingehe, dass ein Diktator seine Atomraketen zündet. Wer hier nach funktionierenden Lösungen sucht, sollte lieber stattdessen diplomatisch, neutral und mit friedlichen Absichten vorangehen oder es ansonsten lieber sein lassen, oder hast Du schon mal zwei Streithähne gesehen, die beide glücklich und unversehrt aus ihren Kampf heraus kamen?

Krieg ist ein Minusgeschäft

Da ich persönlich selbst Handel im Sinne des Allgemeinwohls betreibe, möchte ich näher auf den Kostenfaktor des Krieges eingehen um klarzustellen, wie sinnlos Krieg auch aus ökonomischer Sicht ist. Abgesehen davon, dass ein Krieg Menschenleben kostet, werden dafür eine Menge Ressourcen und Produktionskapazitäten gebraucht, die anderswo hätten sinnvoller eingesetzt werden können. Logisch, denn beim Krieg wird zerstört und genommen was nach der Verwüstung noch übrig bleibt. Wo bekommt man am Ende mehr heraus: Einem Haus samt Einrichtung, wo alles heile ist oder einem zertrümmerten Haus, wo lediglich nur noch einige wenige noch intakte Habseligkeiten mit dabei sind? Bei einem Bombenangriff wird die Infrastruktur eines Landes vernichtet oder beschädigt und Menschen die als fair entlohnte Arbeitskraft hätten dienen können, sterben. Zudem kommen Langzeitschäden dazu. Zur Finanzierung von Waffen, Ausrüstung und Kriegsinstrumente wie Panzer, Kampfjets und Kriegsschiffe werden Unsummen an Gelder verschleudert um anderswo Schaden anzurichten. Wenn ein Staat in Krieg investiert, nur um andere Länder anzugreifen und sie anschließend zu plündern, muss er dafür viel Geld in die Hand nehmen, welches dann an anderen Stellen fehlt und hätte sinnvoller eingesetzt werden können. Dabei werden Finanzen ausgegeben, wofür nicht selten auch hohe Schulden aufgenommen werden. Viele Ressourcen werden dabei unnötigerweise auch verbraucht. Es ist ein dickes Minus und liefert für die Bevölkerung kaum einen wirklichen Nutzen dar. Wie sagte 2Pac in einem seiner Songs so schön:

They got money for war, but they can’t feed the poor

2Pac (Bekannter verstorbener Rapper)

Jetzt könnte man denken, dass wenn man ein anderes Land angreift und es plündert, man dadurch ja wieder Ressourcen und Geld rein bekommt. Wie in allen Unternehmungen gibt es auch im Krieg einen Kostenaufwand. Doch der Kostenaufwand für kriegerische Auseinandersetzungen ist viel höher und stellt am Ende ein Minus dar, als wenn man stattdessen mit einem anderen Land, friedlichen und fairen Handel betrieben hätte. Wie schon gesagt: Ein Krieg fordert Tote und er verursacht Zerstörung. Die intakte Infrastruktur und die Menschen, die bei einer friedlichen Streitschlichtung am Leben geblieben wären, hätten deutlich mehr Geld und Ressourcen eingebracht, als wenn man all das zerstört und die wenigen noch verbliebenen Ressourcen geplündert hätte. Allein aus der einfachen Logik sollte das nun klar sein: Krieg ist in jeder Hinsicht ein Minusgeschäft. Davon profitieren, tun nur einige wenige, auf Kosten anderer. Somit ist auch Krieg aus gesamtökonomischer Sicht, so lukrativ es für einige wenige auch sein mag, sinnlos.

Brauchen wir Militär und Krieg überhaupt noch?

Wenn wir also wissen, dass es bei Kriege am Ende nur Verlierer gibt und dass es selbst aus ökonomischer Sicht keinen Sinn ergibt andere anzugreifen und sie zu plündern, brauchen wir dann überhaupt noch Waffen und das Militär? Sollten wir unsere Waffen komplett abrüsten? Aus meiner Sicht wäre das um Meilen vernünftiger als diese Dinge weiterhin für die Kriegsführung gegen andere einzusetzen und dabei die Entscheidungsmacht über diese Instrumente nur einigen wenigen zu überlassen. Wir können es uns in Zeiten der Globalisierung, wo alle Länder dieser Welt aus ökonomischen Gründen in irgendeiner Weise voneinander abhängig sind, es gar nicht mehr leisten Kriege zu führen. Egal wie man es dreht und wendet: In einem Krieg gibt es höchstens kurzfristig einen Gewinner, doch langfristig gibt es hier nur Verlierer. Jemand der heutzutage in einer global vernetzten, zusammenarbeitenden Welt einen Krieg anzettelt oder eine Atomrakete zündet, würde mit dieser Entscheidung eine große Dummheit begehen, denn in einer zerstörten und verstrahlten Welt, lässt sich logischerweise auch ökonomisch nichts holen. In einer zerstörten, toten Welt, gibt es keinen Fortschritt, keinen Austausch, keine positive Entwicklung und keine Gewinner. Der Täter bzw. der Zerstörer hätte somit von seiner schlechten Entscheidung, am Ende nur Verlust.

Kommen wir zurück zur ursprünglichen Frage: Wann macht eine militärische Kraft überhaupt noch Sinn und wann ist es ethisch überhaupt noch vertretbar? Die einzige vernünftige Antwort die mir darauf einfällt, ist: Als Mittel zum Schutz. Solange wir damit rechnen müssen, dass es da draußen Raubtiere oder Kriminelle gibt, die uns dummerweise auf feindselige Art das Leben erschweren möchten, muss man mit Angriffen rechnen und sich davor schützen können. Selbst wenn die gesamte Welt in Frieden lebt (ein Szenario, dass ich durchaus begrüße), müsste man trotzdem damit rechnen, dass uns eventuell eine bösartige Alienspezies angreifen will und uns dadurch unseren Frieden und unsere Ressourcen wegnehmen möchte. Für solche speziellen Fälle, wäre es durchaus sinnvoll eine militärische Kraft und ausreichend Waffen zum Zwecke des Selbstschutzes zu entwickeln. Was intelligente Aliens anbelangt, so vermute ich, dass wenn es wirklich welche da draußen gibt, deren Technologie etwa genauso entwickelt ist wie unsere oder höchstwahrscheinlich sogar weiter entwickelt.

Genauso wie im Tierreich und wie in unserer menschlichen Gesellschaft, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit Aliens geben, die uns wohlgesonnen sind und ebenfalls welche, die weniger gute Intentionen haben. Die Geschichte lehrt uns, dass selbst Menschen nicht davor scheuen andere Menschen zu plündern und sie auszubeuten, wenn es in irgendeiner Weise für sie einen egoistischen Gewinn einbringt. Warum sollten also bestimmte außerirdische Besucher anders sein? Als im 15. Jahrhundert Christopher Kolumbus Südamerika entdeckte, hatte er sicherlich nicht die friedlichsten Absichten, ansonsten hätte er nicht zusammen mit einer ganzen Armee ein ganzes Volk ausgeraubt, versklavt, deren Ressourcen geplündert, die Frauen vergewaltigt und das gesamte Land besetzt um dort anschließend eine Kolonie samt Militärbasis zu errichten. Wenn wir also auch damit rechnen müssen, dass selbst manche Menschen nicht davor halt machen ihre eigenen Artgenossen auszurauben, dann brauchen wir auch wir nicht davon auszugehen dass alle außerirdischen Besucher da draußen, ebenfalls nur unser bestes im Sinne haben.

Zum Schutz vor bösartigen Außerirdischen und alle anderen Wahnsinnigen da draußen, macht es somit in defensiver Manier ausnahmsweise Sinn, sich eine Armee aufzubauen. Kennst Du die Shaolin-Mönche? Eigentlich sind buddhistische Mönche aufgrund ihres Glaubens sehr friedlich unterwegs, doch auch sie haben aufgrund vergangener kriegerischer Auseinandersetzungen sich die Kampfkunst beigebracht um sich vor realen Bedrohungen zu schützen. Sie nutzen den Kampf ausschließlich als Mittel zur Verteidigung. Das ist der einzig ethisch vertretbare Grund um Kampf und Waffengewalt einzusetzen. Krieg ist eigentlich nicht das Problem, das Problem ist der Missbrauch davon. Richtig eingesetzt, könnte man das Militär defensiv nutzen, um sich vor Übel zu schützen. Selbst Waffen, sind eigentlich nicht das Problem, sondern wie so vieles auch, lediglich ein neutrales Werkzeug das man entweder zur Verteidigung vor realen, lebensgefährlichen Bedrohungen oder für den aggressiven Raub gegen andere verwenden kann. Kampf, Waffen und Gewalt soll wenn überhaupt, nur zur Verteidigung vor realen Bedrohungen eingesetzt werden und nur dann, wenn es wirklich keine bessere Option gibt als zu fliehen, nicht mehr und nicht weniger. In diesem Sinne ist es durchaus hilfreich eine Kampfsport-Schule zu besuchen. Für alles andere, sollen immer friedliche, konstruktive Lösungen in Betracht gezogen werden.