Klimawandel, Treibhausgase, Globale Erderwärmung – das sind die Schlagwörter der heutigen Zeit. Es heißt, dass hauptsächlich der Mensch mit seinem CO²-Ausstoß für die Klimakrise verantwortlich wäre. Das möchte man mit unzähligen wissenschaftlichen Daten und Experimente längst bewiesen haben. Dann gibt es die Gegenseite die behauptet, dass nicht der Mensch für die globale Erderwärmung verantwortlich wäre, sondern dies hauptsächlich natürlichen Phänomenen zuzuordnen ist, wie Sonnenstürme und Verschiebungen der Erdumlaufbahn. Es wird behauptet, dass die Idee des menschengemachten Klimawandels als Vorwand genutzt wird um den kleinen Bürger mehr Steuergelder abzuziehen.

Dabei muss man auch bedenken, dass diese Behauptungen meist von Öl-Konzerne und Besitzer von Kohlekraftwerke kommen. Natürlich würden diese Leute sagen, dass der Klimawandel nicht menschengemacht wäre, da sie ein finanzielles Interesse daran haben. Was ist nun wahr? Welche Seite hat recht? Ich weiß es nicht. Es gab in der Vergangenheit diesbezüglich bereits zahlreiche hitzige Debatten. Sicher gibt es auf beiden Seiten gute Argumente und man könnte stundenlang darüber diskutieren, auf wem oder was der Klimawandel nun wirklich zurückzuführen ist. Ich bin allerdings nicht hier um dich davon zu überzeugen, ob der Klimawandel jetzt menschengemacht ist oder nicht.

Unabhängig davon, ob der Mensch für die Erderwärmung verantwortlich ist, gibt es auch dann gute Gründe langfristig von fossilen Brennstoffen wegzukommen, wenn der Klimawandel nicht menschengemacht wäre. Um diese guten Gründe soll es in diesem Beitrag gehen.

Gehen wir nur rein hypothetisch davon aus, dass die globale Erderwärmung nicht uns Menschen zu verdanken ist, sondern hauptsächlich natürlichen Phänomenen, auf die wir so gut wie keinen Einfluss haben. Warum ist es dann trotzdem eine gute Idee, wenn wir langfristig von fossilen Brennstoffen wegkommen und auf erneuerbare Energien umsteigen?


1. Fossile Energieträger sind begrenzt

Fossile Brennstoffe sind nicht unendlich verfügbar und dennoch hängt der Großteil unserer Versorgungskette noch davon ab. Ist das nicht eigentlich ziemlich dumm, wenn der Transport von lebenswichtigen Gütern noch immer von einem begrenzt verfügbaren Treibstoff abhängt? Was passiert, wenn das Erdöl, die Braun- und Steinkohle oder das Erdgas ausgehen? Womit werden die Motoren von LKWs, Schiffen, Flugzeuge und Autos dann angetrieben? Sicher gäbe es auch alternative Brennstoffe, die synthetisch hergestellt werden könnten und nicht tausende Meter tief aus der Erde befördert werden müssten. Doch auch diese Brennstoffe wären begrenzt verfügbar und aufgrund der aufwendigen Produktion, vermutlich deutlich teurer als der aktuell noch viel genutzte Diesel-Treibstoff. Laut Hochrechnungen von Experten, sollte das Erdöl bei steigendem Bedarf noch etwa für die nächsten 40-50 Jahre reichen.

Da die Technik voranschreitet und dadurch immer tiefere Bohrungen möglich werden, kann das nicht mit größter Genauigkeit vorausgesagt werden. Irgendwann würden wir aber definitiv an dem Punkt ankommen, wo der Abbau von Erdöl entweder zu teuer und aufwendig wäre, oder es würde einfach nichts mehr da sein. Braun- und Steinkohle würde laut Schätzungen bei gleichbleibenden Verbrauch in etwa 200 – 300 Jahren ausgehen. Bei Erdgas wären wir laut Schätzungen nach etwa 60 Jahren am Limit. Egal wie man es drehen und wenden möchte; diese Energieträger sind nicht unendlich verfügbar, auch wenn deren Vorkommen aktuell noch hoch ist. Fossile Brennstoffe sind sozusagen unser Energiesparkonto und aufgrund des steigenden Energiehungers, sind wir gerade mächtig dabei dieses Sparkonto aufzubrauchen. Was kommt danach? Spätestens das sollte Grund genug sein um bereits jetzt auf erneuerbare Energien umzusteigen.

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2. Der Abbau von fossilen Energieträger ist riskant und aufwendig

Der Abbau von Steinkohle wird sehr aufwendig und unter lebensgefährlichen Bedingungen in Kohleminen abgebaut. Die Arbeiter sind dort extremen Belastungen ausgesetzt und nicht selten kommt es zu Unfällen mit Toten. Zusätzlich ist der Abbau in den Minen aufgrund des Feinstaubs auf Dauer gesundheitsschädlich. Bei der Ölbeförderung können Öl-Pipelines explodieren, die ebenfalls Tote fordern, ganz zu schweigen von der immensen Verschmutzung der Weltmeere und die sterbenden Tiere, wenn mal ein verunglückter Öltanker ausläuft.

Klar gibt es auch Unfälle bei erneuerbaren Energieträger, wie beispielsweise Wasserkraftwerke. Das ist allerdings wesentlich seltener der Fall, als bei den fossilen Energieträger, dessen Abbau deutlich riskanter ist. Hinzu kommt der hohe Aufwand, der für den Abbau von fossilen Brennstoffen betrieben werden muss. Es wird immer schwieriger und energielastiger um mehr Erdöl aus stetig tieferen Erdschichten befördern zu können. Mittlerweile ist es fast schon Standard, Erdöl aus mehr als 4000 Meter Tiefe befördern zu können und das für einen Rohstoff der begrenzt verfügbar ist.

3. Fossile Energieträger verschmutzen die Umwelt

Fangen wir bei den Abgasen an, die bei der Verbrennung von fossilen Energieträger entstehen. Bei massenhaften Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen giftige Abgase und Rußpartikel. Daraus folgt eine hohe Luftverschmutzung und eine hohe Feinstaubbelastung, die sich nicht nur negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirken, sondern zudem die Umwelt verschmutzen. Der Staub geht in alle Richtungen, angefangen vom Wasser, bis hin in die Natur, wo es auch Tiere und Pflanzen belastet. Durch die Wolken aus den Abgasen entsteht sauerer Regen, der sich ebenfalls negativ auf Gesundheit und Umwelt auswirkt.

Auslaufende Öltanker, sowie die Produktion von Benzin und Dieseltreibstoff sind ebenfalls umweltschädlich. Jedes Mal wenn ein Öltanker ausläuft, verenden unzählige Meeresbewohner qualvoll, während die Reinigung des Katastrophengebietes teuer und aufwendig ist. Sicher ist auch die Produktion von Solarzellen und Autobatterien nicht ganz umweltfreundlich, aber verglichen zu den fossilen Brennstoffen immer noch die bessere Wahl. Zudem können Rohstoffe aus den Technologien aus erneuerbaren Energieträger fachgerecht und umweltfreundlich recycelt werden, während die Verschmutzung aus fossilen Brennstoffen weiterhin bleibt und aufwendig gereinigt werden muss.

4. Fossile Energieträger sind mittlerweile teurer als erneuerbare Energieträger

Auch der Preis ist mittlerweile längst kein Argument mehr um auf fossile Brennstoffe zu beharren. Während der Preis pro Kilowatt/h bei den fossilen Energieträger aufgrund des aufwendigen Abbaus und der zunehmenden Knappheit nur weiter ansteigt, sinkt der Preis von erneuerbaren Energieträger kontinuierlich weiter ab. Erneuerbare Energieträger sind die Zukunft, da sie unbegrenzt verfügbar sind. Die Technologien aus erneuerbaren Energieträger entwickeln sich zudem stetig weiter, was sie zunehmend effizienter und leistungsfähiger macht. Das drückt den Preis weiter nach unten.

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5. Fossile Energieträger sind gesundheitsschädlich

Abgesehen von der Staubbelastung beim Abbau von Kohle, ist gerade in Großstädten mit Industrie und viel Autoverkehr, die Luftverschmutzung aufgrund von Rußpartikel aus giftigen Abgasen von Autos und Fabriken, besonders hoch. Daraus entsteht in dicht befahrenen Großstädten eine hohe Konzentration an Smog. Jährlich sterben tausende Menschen an dessen gesundheitlichen Folgen. Wenn der Öltanker im Meer ausläuft, kommen selbstverständlich die unzähligen toten Tiere dazu.

Fazit:

Eigentlich gibt es keine vernünftigen Gründe um den Abbau von fossilen Energieträgern beizubehalten. Die einzigen Gründe, warum das weiterhin getan wird, sind rein finanzielle Interessen. Das Argument, dass dadurch die Wirtschaft angekurbelt werden kann, indem mehr Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten werden können, ist ebenfalls nicht überzeugend. Auch mit erneuerbaren Energieträger lassen sich zahlreiche neue zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen. Wie Du siehst, gibt es abgesehen von Klimawandel auch genügend andere gute Gründe, die für den Ausstieg aus fossilen Energieträger sprechen. Diese Argumente sind belegte Tatsachen und nichts was man mit unzähligen wissenschaftlichen Daten belegen muss. Jeder weiß, dass Erdöl nichts in der Umwelt zu suchen hat und dass giftige Abgase eines Kleinwagens langfristig definitiv die Lungen- und Atemwege schädigen (auch mit Auspufffilter). Deshalb ist es allerhöchste Zeit um schon jetzt auf erneuerbare Energieträger umzusteigen und das so schnell wie möglich. Glücklicherweise tut sich hinsichtlich dessen etwas. Die Politik und Wirtschaft arbeiten bereits an Lösungen, wenn auch eher noch im schleppenden Tempo.