Man nimmt an, dass der moderne Mensch, auch bekannt als Homo Sapiens (zu. lateinisch: der wissende/weise Mensch), laut aktuellsten archäologischen Befunden seit etwa 300.000 Jahre auf diesem Planeten existiert. Die ältesten vom Menschen gebauten ausgegrabenen Städte sind 5000 – 9000 Jahre alt. Das ist der aktuellste Stand der Mainstream-Medien. Noch ältere Spuren von menschlichen Siedlungen fand man im palästinensischen Autonomgebiet, die ganze 12.000 Jahre alt sind. Seit kurzem fand man in der Antarktis Spuren für eine noch ältere Stadt im Alter von etwa 55.000 Jahre.

Im Internet kursieren zahlreiche Erzählungen, die besagen, dass irgendwo zwischen 5000 – 10.000 Jahre vor Christus, Aliens auf die Erde gekommen sind und den Menschen beim Aufbau einer modernen Zivilisation unterstützt haben. Das wird seitens Mainstream-Wissenschaftler als bloße Hypothese oder Fantasie abgetan. Ob das wirklich so ist, wäre ein Thema für einen anderen Artikel. Die staatlichen Schulen und die Mainstream-Medien tun jedenfalls nicht viel dafür, um die Kinder über die wahre und vollständige Menschheitsgeschichte aufzuklären, was auch nicht gewollt ist.

Angenommen, dass der moderne Mensch schon viel länger als bisher gedacht, in der Lage ist, moderne Hochkulturen zu errichten und bedenkt man, dass die frühsten Vorfahren des Menschen bereits vor 2 Millionen Jahren auf der Erde existierten, kommt dabei die Frage auf, ob nicht bereits vor dem Homo Sapiens auch andere intelligente Spezies auf der Erde lebten? Und falls ja, dann könnten es nicht unbedingt Außerirdische gewesen sein, sondern eine andere intelligente Spezies, die sich aus anderen Tierarten entwickelte. Diese Theorie könnte durchaus nah an der Wahrheit drann sein; das Problem ist, dass man es nicht eindeutig belegen kann.

Deshalb werde ich im kommenden Gedankenexperiment an dieser Stelle nicht um ein wenig Fantasie drumherum kommen. Im Jahr 2018 veröffentlichten Astrophysiker Adam Frank und der Direktor an der Goddard Institute for Space Studies Gavin Schmidt in einem Papier ein Gedankenexperiment.

Darin geht es um die Vorstellung, dass Millionen Jahre vor der Existenz des modernen Menschen eine andere industriell aktive Spezies namens Silurianer auf der Erde lebten. Sie sind eine Art Echsenmenschen und die Nachfahren von Dinosaurier, die sich über jahrmillionen-lange Evolution, zu einer intelligenten Spezies entwickelten, die durch die Nutzung von Technologie einen ökologischen Fußabdruck hinterließ und signifikant die Umwelt beeinflusste. Dabei wird die Frage gestellt, wie lange die Spuren einer solchen Zivilisation nach mehreren Millionen Jahren archäologisch noch nachweisbar wären. Eine frühere Zivilisation, die wie wir Menschen fossile Brennstoffe und Nuklearkraftwerke zur Energiegewinnung nutzte, könnte man anhand der chemischen Zusammensetzung von Gesteinsschichten aus einem Fels nachweisen. Auch Eisbohrproben aus dem Nordpol, können etwas über das Klima von früher aussagen. Allerdings haben auch diese Möglichkeiten ihre Grenzen, denn radioaktive Materialien zerfallen nach etwa eine Millionen Jahre und kohlenstoffhaltige Gesteinsschichten, die die Nutzung von fossilen Brennstoffen nachweisen, könnten nach Millionen von Jahren so tief unter der Erde vergraben sein, dass sie sich in den Tiefen der Erde durch die Hitze auflösen oder für Forscher nur schwer erreichbar sind.

Klar ist: Würde der Mensch von Heute auf Morgen von diesem Planeten verschwinden, würde laut Schätzungen von Experten, nach etwa 1 Millionen Jahre kaum Überreste mehr auf diesem Planeten existieren, die die Existenz des Menschen belegen könnten. Das einzige was dann außerirdische Archäologen oder nachfolgende intelligente Spezies in Gesteinssedimente von uns noch finden könnten, wäre höchstens unser Plastikmüll und unsere Knochen. Das selbe würde wahrscheinlich für hochentwickelte Zivilisationen gelten die mehrere Millionen Jahre, lange vor dem Menschen hier auf diesem Planeten existierten. Sie müssten schon besondere Technologien und Materialien verwenden, die solch lange Zeitspannen überdauern können, bisher wurden jedoch keine derartigen Artefakte gefunden. Weil es für die Existenz einer intelligenten Spezies vor dem Menschen keine Beweise gibt und kaum jemand von alleine auf so eine Idee kommen würde, wird man seitens der Mainstream-Aufklärung entsprechend nichts von solchen Themen hören.

Das einzige was noch bleibt, wären die Knochenüberreste, die die Existenz einer höher entwickelten Zivilisation belegen könnten. Diese bleiben unter der Erde deutlich länger erhalten, ansonsten hätte man beispielsweise niemals nachweisen können, dass vor 60 Millionen Jahre, Dinosaurier und andere gigantische Kreaturen, diesen Planeten bevölkerten. Doch es wäre schwierig nur anhand von Knochen nachzuweisen, ob es sich hier um intelligente Spezies handelt, die lange vor dem Menschen hier auf der Erde moderne Hochkulturen erbaute.

Angenommen, es gab lange vor dem Menschen eine solche Spezies, die Städte baute, Technologie nutzte, eine laufende Industrie besaß und Wissenschaft betrieb. Was wäre dann der Grund für ihr Verschwinden? Die industrielle Revolution der Menschheitsgeschichte dauert erst wenige hundert Jahre lang an und wir sind gerade dabei herauszufinden, wo uns das in Zukunft hinführen wird. Angenommen, die Spezies vor uns konnte für mehrere tausend Jahre eine Hochkultur aufrecht erhalten, was wären die Gründe für deren Zerfall? Dafür haben Kulturforscher 4 mögliche Szenarien aufgestellt:

1. Eine Umweltkatastrophe

Diesem Szenario nähert sich gerade die menschliche Spezies, wenn wir so weitermachen wie bisher. Eine Klimakrise, mit allen damit einhergehenden Konsequenzen, könnte ein Auslöser für eine langsame, aber sichere Selbstzerstörung sein. Eine Hochkultur, die vor Jahrmillionen vor dem Menschen hier auf der Erde existierte, könnte ihre industrielle Macht missbraucht haben und dadurch in die Selbstzerstörung gegangen sein. Während Technologie auf der einen Seite ein sehr nützliches und hilfreiches Werkzeug sein kann, kann es zugleich selbstzerstörerisch werden, wenn man damit zu leichtsinnig umgeht. In der menschlichen Zivilisation sind die Vorfälle von Fukushima, Tschernobyl und die weltweit gelagerten Atomwaffen nur einige Beispiele für Möglichkeiten, wie diese Gesellschaft sich in den eigenen Untergang fahren könnte.

2. Totale Auslöschung durch Weltkriege und Superwaffen

Auch das wäre ein Szenario, dass für das Verschwinden einer Hochkultur verantwortlich sein könnte. Globale Konflikte aufgrund von Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen und Völker, oder schlicht eine Überbevölkerung und eine damit einhergehende Ressourcenknappheit, kann zu globalen Unruhen führen, die im Extremfall, in Kombination mit dem Einsatz von Superwaffen, eine ganze Zivilisation von intelligenten Wesen in die totale Annihilation befördern kann. Auch eine Invasion einer anderen höher entwickelten Spezies könnte für die totale Auslöschung einer Hochkultur führen. Diese Szenarien haben wir bereits im kleineren Stil in der Menschheitsgeschichte erlebt, als im 15. Jahrhundert spanische Entdecker den südamerikanischen Kontinent kolonisierten und dort die indigenen Hochkulturen in das Verderben stürzten. Die selben Gefahren, die uns heute bedrohen, könnten schon vor Millionen von Jahren auch andere hochentwickelte Zivilisationen in die gegenseitige Ausrottung gebracht haben.

3. Naturkatastrophen

Der Ausbruch eines Supervulkans, ein massiver Sonnensturm, der sämtliche elektronische Technologie still legt oder ein Komet der auf den Planeten einschlägt, können ebenfalls eine Ursache für die totale Auslöschung einer hochentwickelten Zivilisation sein. Solche Phänomene sind seitens einer weit-entwickelten Spezies, schwieriger kontrollierbar, als der nachsichtige Umgang mit der eigenen Umwelt. Würde heute ein riesiger Komet auf die Erde zusteuern, gebe es nur sehr wenige Möglichkeiten, die wir Menschen dagegen anwenden könnten um die damit einhergehende Katastrophe aufzuhalten.

4. Interstellare Auswanderung

Angenommen alles läuft glatt, alle intelligenten Wesen leben in Frieden und Harmonie, achten auf den Umweltschutz und vermeiden aktiv die Nutzung von gefährlichen Superwaffen. Angenommen eine weit entwickelte Spezies erhält sich selbst für lange Zeit am Leben und überlebt trotz widriger Umstände lange genug, um sich weiterzuentwickeln und Technologien wie die interstellare Raumfahrt voranzutreiben. Was könnte dazu führen, dass eine intelligente Spezies trotzdem von einem Planeten verschwindet? Die Antwort lautet: Interstellare Auswanderung. So wie ein Mensch in ein anderes Land auswandert, in der Hoffnung dort ein besseres Leben zu finden, könnte eine intelligente Spezies, die auf der Erde lange vor uns existierte, Ausschau nach anderen bewohnbaren Planeten halten. Vielleicht sind ganz viele Leute einer Spezies vor uns, massenhaft vom Planeten Erde ausgewandert, um weit im Universum nach neuen, besseren Lebensmöglichkeiten zu suchen. Viele fanden andere bewohnbare Planeten, mit noch besseren Lebensbedingungen als hier auf der Erde. Daraufhin folgten die meisten anderen Bewohner. Übrig geblieben, sind nur noch wenige Leute, die mit der Zeit einfach ausgestorben sind, so wie wenn man in ein völlig anderes Land mit neuen Möglichkeiten auswandert und das eigene Haus im ursprünglichen Heimatland verwahrlosen lässt. Die massenhafte Abwanderung könnte dazu führen, dass mit der Zeit die heimische Bevölkerung abnimmt und irgendwann komplett ausstirbt, entweder weil es zu wenige Leute sind, die die Bevölkerungsdichte aufrecht erhalten oder aus einen der 3 vorherigen Gründe.

Was kann man daraus lernen?

Es gibt genügend Faktoren, die zur Auslöschung einer ganzen Spezies führen können. So schnell wie eine Hochkultur entstehen kann, so schnell kann sie auch wieder verschwinden, wenn sie nicht aufpasst und die eigene Macht missbraucht. Egal für wie schlau und entwickelt wir Menschen uns halten, wir sind an den zuvor genannten End-Szenarien näher dran, als viele glauben. Das sollte jedem einzelnen, intelligenten Menschen auf diesem Planeten Anlass zum Nachdenken geben. Durch weltweite Konflikte, Auseinandersetzungen und dem rücksichtslosem Umgang mit der Natur und dem unaufhörlichen Raubbau von Ressourcen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen Geschichte sind, solange sich dahingehend nichts zum besseren ändert. Im gesamten Zeitfenster der Erdgeschichte, existieren wir Menschen gerade Mal nur für einen Wimpernschlag und sind gerade dabei herauszufinden, welche Auswirkungen unser Verhalten auf uns selbst und diesen Planeten haben wird. Das dürfte genügend Anreiz dafür liefern, dass jeder einzelne Mensch da draußen ein Interesse dafür entwickelt, um mit dem Planeten auf dem wir alle existieren und all seinen Bewohnern, in Frieden und Harmonie zu leben und die eigene Macht weise und im Sinne des Allgemeinwohls einzusetzen; denn am Ende hängt davon das Fortbestehen unserer Spezies ab.