Heute leben wir in ungewissen Zeiten. Auf dem Weltmarkt bestimmen Konjunkturschwankungen schon lange das Leben vieler Menschen und die Sicherheit auf ein regelmäßiges Einkommen, geschweige denn die Möglichkeiten für einen materiellen Wohlstand nimmt immer weiter ab. Während die einen immer reicher werden, werden die anderen immer ärmer. Es herrscht Klassenkampf. Einige vermögende Eliten nutzen die Armut vieler Leute aus um sich persönlich weiter zu bereichern und damit zugleich Macht und Kontrolle auszuüben. Es ist ein ständiges Hin und Her und niemand weiß so recht was als nächstes kommt und wie sich die Zukunft entwickeln wird. Das ist das Leben. Veränderung ist die einzige Konstante und die ganze Welt unterliegt ständigen Veränderungen die aber nicht immer unbedingt zugunsten der Allgemeinheit geschehen. Welche Sicherheit hat man da noch? Kann man sich da überhaupt noch auf andere verlassen? Kann man sich darauf verlassen, dass irgendwelche korrupte Politiker und profitgierige Unternehmen die Probleme dieser Gesellschaft lösen und uns die Sicherheit bieten nach der sich so viele sehnen? Wohl kaum.

Die größte Sicherheit findet man immer in sich selbst. Wer nach innen schaut, auf die eigene Intuition vertraut und auf sein Herz hört, wird dadurch die größtmögliche Sicherheit haben. Doch was ist mit Sicherheit in materieller Hinsicht? Auch wenn ich Befürworter des minimalistischen Lebensstils bin und materielle Güter für mich nicht das wichtigste im Leben sind, so ist es dennoch klar dass wir Menschen nicht ganz auf eine gewisse materielle Sicherheit verzichten können. Es gibt Güter die überlebensnotwendig sind, wie beispielsweise Nahrung, sauberes Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf. Selbst diese Dinge sind in unserem maroden Wirtschaftssystem nicht immer für jeden gewährleistet. Es reicht ein Dummkopf, der all diese Sicherheiten für seinen Machtmissbrauch ausnutzt. In Länder wie Venezuela war es bereits Realität: Dort wurde der Bevölkerung Lebensmittel vorenthalten um die Bürger zu kontrollieren. Lebensmittel, Wasser und alles was zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört, wird schon lange als politisches Machtinstrument missbraucht. Wer möchte sich von solch einem Wahnsinn abhängig machen? Wer möchte seine Nahrungsmittel von einem Supermarkt beziehen, dessen Besitzer jederzeit eine Lebensmittelkrise faken könnte um die Preise zu erhöhen?

Kann es die Lösung sein, wenn man sich von einem System abhängig macht, das einem nicht mehr den gewünschten Halt und die Sicherheit bietet? Einem System, das vielleicht von Grund auf korrupt und lebensfeindlich ist? Gibt es nicht andere Lebensmöglichkeiten um sich auch in materieller Hinsicht ein sicheres, gutes und möglichst unabhängiges Leben aufzubauen? Kann ich mich wirklich immer auf andere Menschen da draußen verlassen? Auf wen kann man sich heute überhaupt noch verlassen? Du hast es möglicherweise schon geahnt: Sich selbst. Selbstversorger tun genau das. Sie vertrauen und verlassen sich auf sich selbst und nehmen ihr Schicksal in die eigene Hand. Diese Haltung bringt ihnen die größte Sicherheit und Stabilität, die sie haben können. Ein anderes Wort dafür lautet Eigenverantwortung. Davon übernehmen die Mehrheit der Menschen leider zu wenig, weshalb wir heute alle weltlichen Probleme erleben, wie wir sie schon lange kennen. Je mehr Eigenverantwortung man für sich übernimmt und das auch für die eigenen Fehler und Schwächen, desto mehr Sicherheit und Stabilität wird man im eigenen Leben finden. Wenn Du einen hohen Wert auf Unabhängigkeit legst und dich nicht von den Launen der Wirtschaft, korrupten Politiker und sonstigen Umwelteinflüssen abhängig machen möchtest, dann könnte ein Leben als Selbstversorger für dich genau das richtige sein. In diesem Beitrag erkläre ich dir wie ein Selbstversorgerdasein funktionieren kann, worauf man bei diesem Vorhaben achten sollte und welche Risiken es dabei gibt.

Selbstversorgung ist NICHT egoistisch

Ein oft gehörter Kritikpunkt zum Leben als Selbstversorger ist das Klischee, dass Selbstversorger angeblich egoistisch sind und aufgrund ihrer Distanzierung zum System nur an sich denken. Das ist nicht nur völliger Humbug, sondern zeigt zugleich auf, wie sehr die Gesellschaft andere dazu manipuliert in einem lebensfeindlichen System, das von Grund auf kaputt und korrupt ist und für die meisten Leute nicht funktioniert, zu dienen. Oder findest Du es normal wenn die Mehrheit der arbeitenden Bürger trotz technologischen Fortschritts, 10 – 12 Stunden am Tag arbeiten müssen, an Burnout und Depressionen erkranken und trotzdem von ihrem Gehalt kaum ihre Rechnungen bezahlen können? In Großstädten die zu tristen, maroden Betonjungel verkommen sind, wird der Wohnraum immer knapper und teurer, weil dort immer mehr Menschen hinzuziehen um einen ,,sicheren Job“ zu finden, von dessen Gehalt sie noch nicht einmal ihre Mieten bezahlen können. Hinzu kommen die Umweltzerstörung, Kriege, Armut, Ungleichheit, der Klassenkampf und die zunehmende Demoralisierung der Gesellschaft. All das ist der maroden, ausbeuterischen Wirtschaft und der korrupten Politik zu verdanken. In den Industrienationen wollen zunehmend weniger Menschen Kinder bekommen, weil die Welt in der wir leben nicht kinderfreundlich ist. Dieses System ist nicht dazu designt um Kinder großzuziehen, geschweige denn um hier als Erwachsener glücklich zu sein. Es ist dazu designt um die meisten Menschen bis an ihr Lebensende zu knechten, sie auszunehmen und sie bis zum letzten Tropfen ausbluten zu lassen, während einige wenige davon profitieren. So leben wir in einer von Grund auf kranken Gesellschaft in der Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. Während all das passiert, wird nach und nach der Planet zerstört.

Lass mich dir eines klar stellen: Das System in dem wir leben, oder auch bekannt als ,,die Matrix“ ist von Grund auf falsch. Die meisten Menschen die darin leben, sterben langsam aber sicher. Das liegt daran, weil alles in dieser Matrix dazu designt wurde um den Menschen umzubringen: Angefangen bei den schlechten Gehälter, den harten und langen Arbeitstage, der künstlich erzeugten Armut, der Massenverblödung über die Mainstream-Medien, der Luft- und Umweltverschmutzung, bis hin zu den ungesunden Lebensmittel dank Zucker, Chemie und GMOs. Trotzdem wird alles ständig teurer und knapper, obwohl es technisch gesehen für jeden mehr als genug gibt – all das geschieht, damit einige wenige sich die eigenen Taschen vollstopfen können, während der große Rest leidet. Jemand anderes bestimmt, wie viel wir verdienen, was wir tun, was wir sehen usw. Die Verantwortung wird von den meisten Menschen großzügig an Leute abgegeben, die oft nicht das Allgemeinwohl im Interesse haben, sondern hauptsächlich nur ihr eigenes Wohl. Nenne mir also einen guten Grund warum man in so einem faulenden Todessumpf freiwillig leben möchte? Was soll mich daran reizen? Geld? Als Selbstversorger wird man gut darauf verzichten können. Ist es dann nicht eigentlich normal, wenn man unter solchen Umständen zuerst an sich denkt und lediglich nur das beste für sich möchte? Wer sehnt sich in Anbetracht solch miserabler Lebensumstände nicht nach Freiheit und Unabhängigkeit?

Egoismus ist hier deshalb nicht das Thema. Was die meisten eigentlich meinen, ist die Egozentrik. Egozentrische Leute denken nur an sich und manche gehen dann soweit, dass sie für das eigene Wohl Anderen schaden. Das lebensfeindliche System ist voll von solchen Leuten. Darum sind so viele Menschen auf diesem Planeten mittlerweile so tief gesunken, dass sie nicht nur die Tiere und die Natur ausbeuten, sondern noch nicht einmal Halt vor der eigenen Spezies machen.

Ein Selbstversorger hingegen, tut sich selbst und anderen einen Gefallen, wenn er sich im Idealfall zu 100 Prozent selbst versorgen kann. Er macht sich dadurch von anderen unabhängig und diese Unabhängigkeit bietet zugleich anderen Menschen eine Entlastung. Wenn jemand für sich selbst sorgen kann, müssen nicht andere für ihn sorgen. Man macht sich selbst und Andere dadurch frei und man macht sich unabhängig von einem ausbeuterischen System. Zudem lebt der Selbstversorger mehr im Einklang mit der Natur, da die Natur (wie für alle anderen Menschen auch) seine Lebensgrundlage bietet. Es gibt zudem Selbstversorger die zusätzlich Produkte herstellen, die sie der Gesellschaft zur Verfügung stellen, während sie ihren eigenen Bedarf an lebensnotwendigen Güter unabhängig von anderen selbst abdecken. Viele Leute die in der Stadt leben, beuten mit ihrem verschwenderischen Lebensstil hemmungslos die Natur aus. Konsum steht für sie im Mittelpunkt ihres Lebens, allerdings weniger das Wohl anderer. Was ist also egoistischer? Wenn man versucht in einem lebensfeindlichen System zu ,,überleben“ indem man andere ausnutzt, betrügt, ausbeutet und die Umwelt zerstört oder wenn man sein Schicksal in die eigene Hand nimmt, im Einklang mit der Natur lebt und für sich selbst und seine Familie nur das beste möchte? Das Argument, dass Selbstversorger angeblich egoistisch seien und nur an sich denken ist demnach falsch und lediglich ein armseliger Manipulationsversuch um andere in das lebensfeindliche System hineinzuziehen. Als Selbstversorger muss man auch an andere denken, da die Natur und die Mitmenschen wichtig sind. Andernfalls würde solch ein Lebensstil nicht funktionieren. Zudem gibt es ganze Selbstversorger-Communities, in denen alle Hand in Hand zusammenarbeiten und sich gegenseitig wertschätzen. Mit Egozentrik kommt man hier nicht weit. Hier wird man mehr Freiheit, Naturverbundenheit, Solidarität und Freundlichkeit vorfinden, als in den meisten Großstädten.

Welche Orte und Länder für ein Leben als Selbstversorger?

Ein tiny House mit Möglichkeiten für Gewächse, die die Selbstversorgung mit Lebensmittel ermöglichen

Wenn man in Deutschland lebt, wird ein Leben als Selbstversorger etwas schwierig werden, was nicht heißen soll dass es völlig unmöglich ist. Dennoch: Zahlreiche Gesetze, Regulierungen und Einschränkungen seitens der Regierung, machen es dem Selbstversorger nicht leicht sich von heute auf morgen irgendwo im Wald ein Häuschen zu bauen und sich alle notwendigen Lebensmittel und Güter des alltäglichen Bedarfs selbst herzustellen. Die sicherste Art um sich auf rechtlich legitimen Weg ein Selbstversorgerleben aufzubauen, ist der Besitz eines eigenen Grundstücks. In Deutschland könntest Du dir ein kleines Waldgrundstück mit 200 – 500m² kaufen oder es alternativ pachten. Der Preis für das Grundstück hängt dabei stark von der Nachfrage, dem Ort, der Lage und seiner Qualitäten ab. Weit außerhalb der Stadt auf dem Land, wird man in der Regel die kostengünstigsten Flächen finden können. In Deutschland findet man meist im Osten die günstigsten Grundstücke, was wohl daran liegt, weil zunehmend mehr Ostdeutsche in den Westen ziehen um dort ,,eine sichere Arbeitsstelle“ zu finden. Wo andere wegziehen, weil dort wirtschaftlich nichts läuft, ist der ideale Ort für den Selbstversorger, weil man dort günstige Grundstücke findet und zugleich seine Ruhe vor dem Trubel des Alltags einer Großstadt hat.

Auf dem Land findet man auf einer dünn besiedelten Fläche meist die günstigsten Grundstücke für bereits 5000 – 10.000 Euro, was in Anbetracht der überhöhten Immobilienpreise ein echtes Schnäppchen ist. Achte darauf, dass das Grundstück auch bebaubar ist und ob es hier nicht irgendwelche versteckte Nachteile gibt, wie etwa Hochwassergefahr oder ein naheliegendes Industriegebiet. Am idealsten ist ein Grünstück mit Waldfläche und einen Fluss der sauberes Quellwasser liefert. Alternativ geht auch die Pacht. Mit etwas Glück kannst Du einen Grundstücksbesitzer finden, der dir eine Fläche von 200 – 300 m² für etwa 200 Euro monatlich vermietet. Leichter wird es in Länder wie Kanada, Russland und anderen Staaten aus dem Ostblock, wo Du oft für das gleiche Geld noch mehr Fläche bekommen und dort dann fast alles machen kannst was Du willst. Klar gibt es auch in diesen Länder Regulierungen. Die sind aber im Vergleich zu Deutschland ein Witz, was nicht heißen soll, dass man verantwortungslos mit seiner Umwelt umgehen soll.

Wenn Du Fläche in anderen Ländern kaufst, dann gehe sicher, dass der Landbesitz auch behördlich abgesegnet ist. Der Besitz muss auch von den dort jeweils ansässigen Behörden anerkannt werden, denn es gibt auch Betrüger da draußen, die Grundstücke verkaufen die eigentlich gar nicht ihnen gehören. Wichtig ist, dass Du nicht in ein Land auswanderst wo es keine Demokratie gibt. Ansonsten wirst Du es wesentlich schwerer haben, was deine Freiheiten und Möglichkeiten betrifft. Gehe in ein Land wo die Grundrechte des Menschen respektiert werden, wo idealerweise die Wirtschaft funktioniert und deine Freiheit und Sicherheit so gut wie möglich gewährleistet sind. Ich empfehle dir zudem in ein Land zu ziehen, wo es eine gemäßigte oder tropische Klimazone und ausreichend Süßwasser gibt.

Wie viel Fläche für die Selbstversorgung?

Um eine vollständige Selbstversorgung zu gewährleisten, braucht man ein ausreichend großes Grundstück in der Größe von mindestens 150 m² pro Person. Mit 100 – 200 m² Fläche, kannst Du bereits Lebensmittel anbauen, die dich das ganze Jahr über versorgen. Dabei empfehle ich dir auch eine Menge Lebensmittel zu konservieren und dir Vorräte anzulegen. Wenn Du Gewächshäuser einsetzt und mehrjährig produzierst, könntest Du sogar theoretisch mit noch weniger Fläche auskommen oder mit der gleichen Fläche mehr produzieren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Du dich fast ausschließlich vegan oder vegetarisch ernährst, denn wenn Du größere Nutztiere wie Ziegen und Kühe hältst, brauchst Du für deren Versorgung wesentlich mehr Fläche. Die sparsamste und einfachste Möglichkeit von Tierhaltung sind Hühner. 2 – 4 Hühner (3 Hühner und 1 Hahn) reichen in der Regel aus, damit Du täglich genügend Eier hast, die dich als Vegetarier mit Vitamin B12 und anderen wichtigen Nährstoffen versorgen. Alternativ gehen 2 – 3 Ziegen, dessen Ziegenmilch dir ebenfalls lebenswichtige Vitamine liefert. Im Idealfall, kannst Du dann eine vollständige Versorgung für dich selbst, deine Familie und deine Tiere gewährleisten. Ein Veganer würde nun kritisieren, dass die Tiere dabei ausgebeutet werden. Ich denke sofern es den Tieren gut geht, sie gesund sind und gut behandelt werden, kann hier nicht mehr von Ausbeutung die Rede sein. Viel mehr spricht man dann von einem gesunden Austausch zwischen Mensch und Tier. Das ist in der altbekannten Massentierhaltung selbstverständlich nicht der Fall.

Die benötigte Größe der Fläche hängt zudem stark von den eigenen Präferenzen ab. Jemand der viel Wohnraum verbraucht, wird logischerweise mehr Grundstücksfläche benötigen. Überlege dir also gut, ob Du für dich alleine wirklich ein 200 m² großes Haus mit 5 Schlafzimmer und 2 Badezimmer brauchst. Jeder unnötige Quadratmeter kostet dich Zeit, Geld und Energie um es instand zuhalten. Zudem verbraucht ein größeres Haus auch mehr Ressourcen wie Strom und Gas und das belastet selbstverständlich die Umwelt und erzeugt höhere Kosten. Wenn Du nur eine einzelne Person bist, dann wirst Du mit einem Tiny House, bereits bestens bedient sein. Alternativ gibt es neuerdings noch die Möglichkeit sich ein Haus für wenig Geld drucken zu lassen. Mittlerweile gibt es 3-D-Drucker die in 24 Stunden ein ganzes, vollwertiges Haus drucken können, wie in diesem Video gezeigt wird:

Somit hat auch beim Thema Wohnen der Minimalist die Nase vorn, gerade wenn es um die Kostenersparnis geht. Eines sei dabei erwähnt: Als Selbstversorger machst Du es dir leichter, wenn Du auf materiellen Luxus weitgehend verzichtest. Sogenannte Statussymbole wie der eigene Sportwagen und der monatliche Einkauf der neusten Modekollektion, stellen für den Selbstversorger eine Ressourcenverschwendung dar. Überfordernd wäre es ebenfalls. Wenn Du es dir als Selbstversorger leicht machen möchtest, dann fange klein an und verzichte auf unnötigen Schnickschnack. Selbstversorgung umfasst auch die Nachhaltigkeit. Du wirst es als Selbstversorger einfacher haben, wenn Du nur so viele Güter verbrauchst, die Du für deine eigene Versorgung tatsächlich benötigst. Deshalb ist ein verschwenderischer Lebensstil für den Selbstversorger ein Tabu. Erstaunlicherweise braucht ein Mensch nicht viel zum Leben: Ausreichend Essen, Trinken, ein Häuschen, ein weiches Bett mit Decke und Kissen, Licht in der Nacht undMöglichkeiten zum autarken Kochen und Duschen. Ich empfehle dir dennoch etwas mehr zu produzieren als Du brauchst um dir Vorräte für ungewisse Zeiten anzulegen. Als Selbstversorger möchtest Du all deine Grundbedürfnisse möglichst unabhängig von einem öffentlichen System abdecken können. Dafür musst Du wissen:

  • Wie Du deinen eigenen Strom produzierst
  • Wie Du deine eigene Wärme zum Heizen erzeugst
  • Wie Du unabhängig vom öffentlichen Netz dein eigenes Trinkwasser gewinnst

Darüber gebe ich dir in den folgenden Zeilen einige Tipps.


Selbstversorger-Communities aufbauen

Als Selbstversorger, wirst Du es allein kaum schaffen. Ein Großteil der Menschen auf dieser Welt, denken nur an sich. Nicht das es verkehrt ist, wenn man an sich selbst denkt, denn schließlich muss die Stewardess im abstürzenden Flugzeug zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, bevor sie anderen hilft die Sauerstoffmaske aufzusetzen. Das Problem ist, dass viele Menschen NUR an sich denke und dabei keine Rücksicht auf andere nehmen. Wir Menschen sind nicht so weit gekommen, weil jeder einzelne nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht war, sondern weil wir all unsere Verschiedenheiten beiseite gelegt und konstruktiv zusammengearbeitet haben.

Nur so konnten wir es schaffen uns eine funktionierende Zivilisation mit Wohlstand und Reichtum aufzubauen, auch wenn diese Zivilisation aktuell zu bröckeln scheint. Wenn Du nicht dafür sorgst, dass es anderen besser geht, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es später auch Auswirkungen auf dein eigenes Leben nehmen wird. Wie in jeder funktionierenden Gesellschaft wird man nur weit kommen, wenn man sich mit anderen Leuten zusammenfindet, die gleiche oder ähnliche Interessen verfolgen und nur die besten Absichten verfolgen.

Wenn Du es als Selbstversoger leichter haben willst, dann empfehle ich dir eine funktionierende, harmonische Community zu gründen oder einer bestehenden Community beizutreten! Das erfordert anfangs viel Mut und gegebenenfalls Umstellung, doch es kann sich am Ende für alle auszahlen. Es gibt sogenannte Selbstversorgerhäuser, in denen mehrere Leute zusammen wohnen und sich gegenseitig bei der Arbeit unterstützen. Solche Lebensmöglichkeiten gibt es schon seit Jahrhunderten und sie haben sich bis heute bewährt. Hier spricht man von einer Gemeinschaft, nicht von einer Gesellschaft, denn in einer üblichen Gesellschaft gibt es oft Verlierer und Gewinner und es gibt dort obere und untere Sozialschichten, die von gewissen Gruppen nicht selten stigmatisiert werden. Zusammenhalt und echte Solidarität wird man hier nur schwer finden. Weil viele Gesellschaften auf dieser Welt so denken, werden auch die damit einhergehenden Probleme weiterhin bestehen bleiben. In einer Gemeinschaft, sind jedoch alle gleich wertvoll. Jeder einzelne ist wichtig, was voraussetzt, dass alle sich gegenseitig respektieren und so akzeptieren wie sie sind. Zum Thema Selbstversorger-Community fand ich eine interessante Webseite, die sich für-eine-bessere-welt nennt.

Auf jeden Fall lohnt es sich als Selbstversorger in einer (harmonischen) Community zu leben, zumal man hier wertvolle Kontakte aufbauen und viel voneinander lernen kann. Auf Youtube fand ich ein Video von einer Selbstversorger-Community in Bulgarien. Die Leute dort betreiben in einem verlassenen Dorf selbständig Viezucht, Landwirtschaft und renovieren dort die Häuser, beziehungsweise bauen das Dorf Stück für Stück weiter aus. Hier das Video dazu:

Die Spirebos: Eine Selbstversorger-Community in einem verlassenen Dorf in Bulgarien

Landwirtschaft für die Selbstversorgung

Die effizienteste und sicherste Art der Landwirtschaft um sich mit biologisch angebauten Lebensmittel selbst zu versorgen ist die Permakultur. Bei der Selbstversorgung ist die Bodenbeschaffenheit von entscheidender Bedeutung. Der Boden darf nicht zu sandig, zu lehmig oder zu feucht sein. Genauso wenig darf er mit Nährstoffen überdüngt sein, da sich das negativ auf den Stoffwechsel der Nutzpflanzen auswirken kann. Wie viel Sonne, Wasser oder Schatten dein Garten abbekommen soll, hängt ganz von den Pflanzensorten ab, die Du anbauen möchtest. Bau dir Gemüsesorten an, die dich mit allen lebenswichtigen Mikro- und Makronährstoffen wie Kohlenhydrate, Eiweiß, gesunden Fette und Vitamine versorgen. Dazu gehören:

  • Kartoffeln
  • Sonnenblumenkerne
  • Walnüsse
  • Tomaten
  • Gurken
  • Karotten
  • Kürbis
  • Mais
  • Haferflocken
  • Dinkel
  • Blumenkohl
  • Weißkohl
  • Kohlrabi
  • Wirsing
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Soja
  • Äpfel
  • Himbeeren
  • Johannisbeeren
  • und viele mehr

Viele glauben, dass die Permakultur nur im kleinen Stil funktioniert, doch dem ist nicht so. Permakultur kann auch im großen Stil klappen, wie eine Gemeinschaft in Indien sehr eindrucksvoll zeigt:

50 Jahre Permakultur in einer ehemaligen Wüste

Die Permakultur funktioniert von allen landwirtschaftlichen Methoden am besten und ist die ökologisch nachhaltigste Form der Landwirtschaft, die insbesondere in Wüstengebieten mit Wasserknappheit infrage kommt. Auch in Ländern mit gemäßigten Klimazonen wie Deutschland, Österreich und den USA, ist die Permakultur eine Möglichkeit für eine nachhaltige Landwirtschaft. Theoretisch könnte man sogar in Städten eine Permakultur etablieren, indem man die Häuser und Bewässerungsysteme so baut, dass alles im Einklang mit der Natur funktioniert, so dass dabei ein eigenständig funktionierendes Ökosystem entsteht.

Technik und Automatisierung für die Selbstversorgung

Wer die Kenntnisse und das nötige Kleingeld mitbringt, kann sich das Leben mithilfe von technologischen Innovationen erleichtern. Gerade die Gartenarbeit benötigt viel Zeit und Aufmerksamkeit und als Selbstversorger wirst Du darauf leider nicht verzichten können. Glücklicherweise gibt es technologische Hilfsmittel, angefangen von automatisierten Bewässerungssysteme und Drohnen zur Schädlingsbekämpfung, bis hin zu autonomen Roboter, die selbständig deine Ackerfläche umgraben. In USA arbeiten einige Elektroingenieure an einem Open-Source-Projekt, mit dem es mithilfe von Roboter und Software möglich sein soll eine Ackerfläche automatisiert und effizient zu bewässern:

Automatisierte Landwirtschaft: Nicht nur praktisch für die NASA, sondern auch für die Selbstversorgung

Ich rate dir dennoch nicht zu viel Technik einzusetzen, da ansonsten wiederum die Instandhaltung zu viel Zeit und Energie kostet. Auch in der Selbstversorgung gilt bei der Nutzung von Technik: Weniger ist oft mehr. Nutze deshalb nur dort Technologie, wo dir Zeit und Arbeit erspart wird und verzichte auf technologischen Schnickschnack.


Gegenstände selber produzieren

Als Selbstversorger wirst Du umso unabhängiger sein, wenn Du so viele Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wie möglich selber produzierst. Zu den wichtigsten Gegenständen des Lebens gehören unter anderem Möbel, Küchen- und Badezimmerutensilien, Kleidung und einige Werkzeuge für die tägliche Arbeit. Das meiste davon kannst Du mit den richtigen Werkzeugen und etwas handwerklichen Geschick selbst produzieren. Mit einem Schulwebrahmen, etwas Nähzeug und mit Naturfasern wie Baumwolle und Hanffaser kannst Du dir ganz traditionell deine eigene Kleidung produzieren, wie Du im folgenden Video sehen kannst:

Einen Webrahmen oder einen Tischwebstuhl, könntest Du entweder kaufen, oder mit einigen Werkzeugen und etwas Holz einfach selbst bauen. Du wirst als Selbstversorger mehr Möglichkeiten haben deinen materiellen Bedarf abzudecken, wenn Du dir neben deinem Wohnhaus, noch zusätzlich eine kleine Werkstatt einrichtest mit folgenden Gerätschaften:

  • Werkbank
  • Kreissäge
  • Werkzeugschrank und Werkzeugwand
  • Werkzeuge für die Holzbearbeitung
  • Werkzeuge für die Metallbearbeitung
  • Ein Brennofen für die Metallbearbeitung
  • Amboß

Wenn Du in einer Selbstversorger-Community lebst, dann reicht bereits eine ganze Werkstatt für alle Mitglieder aus. Das spart Platz und Kosten. Am Ende dieses Beitrages findest Du noch einige Links, die zu Webseiten mit Werkzeugen und Produkten für die Selbstversorgung führen. Je mehr wichtige Gegenstände, Du selber produzierst, desto unabhängiger bist Du von der Ware anderer Leute. Teller, Tassen, Besteck und Möbel, kannst Du dir mit dem richtigen Werkzeug und aus natürlichen Materialien wie Holz, Lehm und Gestein einfach selbst bauen. Wenn Du als Selbstversorger deine benötigten Güter größtenteils selbst produzieren möchtest, dann musst Du dich in folgenden Bereichen definitiv auskennen:

  • Kleiderherstellung
  • Möbelherstellung
  • Herstellung von Küchenutensilien
  • Hausbau
  • Wasserversorgung
  • Stromversorgung
  • Herstellung von Hygieneartikel
  • Beheizung
  • Beleuchtung
  • Landwirtschaft / Nahrungsmittelproduktion
  • Medizin
  • Gesundheit

Im Idealfall, beschaffst Du dir ein dickes Notizbuch, wo Du dein gesamtes Wissen aufschreibst und immer mit dabei hast. Anleitungen um die genannten Dinge produzieren zu können, findest Du im Internet mehr als genug; ich werde am Ende dieser Seite ebenfalls einige Bücher verlinken, die aufzeigen wie man wichtige Gegenstände des Alltags selber produzieren kann. Wenn Du bestimmte Güter selber produzieren kannst, dann kannst Du überproduzierte Ware sogar verkaufen, sofern die Qualität stimmt und eine Nachfrage besteht. Mit dem Geld kannst Du dir dann Güter besorgen, die Du selbst nicht herstellen kannst.

Auch die Nahrungsmittelproduktion ist eine Möglichkeit um ein sicheres Einkommen zu generieren, denn Lebensmittel gehören zu den wichtigsten Güter des Lebens und solange es Menschen gibt, wird es auch immer Bedarf für Nahrungsmittel geben. Darum ist diese Marktnische besonders lukrativ und sicher. Wenn Du so ein Vorhaben zuvor noch nie gestartet hast, dann wird es insbesondere am Anfang eine massive Lernkurve werden, aber genau dafür sind wir hier auf diesem Planeten da: Um zu lernen und zu wachsen.


Kosten für die Selbstversorgung

Um dein Leben als Selbstversorger zu starten brauchst Du gewisse Materialien, die in unserer kapitalistischen Gesellschaft selbstverständlich Geld kosten. Das Thema Geld ist somit die größte Hürde, wenn man ein Leben als Selbstversorger starten möchte. Doch es ist nicht allzu schwer. Die meisten Kosten werden für das Grundstück und der Behausung anfallen. Rechne mit mindestens etwa 15.000 – 25.000 Euro Startkapital. Mit etwas Glück findest Du im ländlichen Raum Deutschlands, kleinere Grundstücke in der Größe von 200 – 500 m² für 5.000 – 10.000 Euro. Wenn Du ein Tiny House mit gebrauchten Materialien selbst baust, wirst Du bereits mit 15.000 Euro (oder weniger) gut dabei sein. Alternativ kannst Du auch einfach eine Jurte bauen die abhängig von Größe und Ausstattung in der Regel für unter 5000 – 15.000 Euro kostet, sofern Du auch viele upgecycelte Materialien verwendest.

Wenn das Grundstück auf dem Du dein Leben als Selbstversorger startest dir selbst gehört, wirst Du aus rechtlicher Sicht das geringste Risiko haben. Gute Grundstücke in Deutschland, kann man über die Seite immobilienscout24.de finden. Alternativ kannst Du schon für kleines Geld, dir einfach monatlich ein Stück Fläche pachten. Es gibt beispielsweise Landwirte in Deutschland, die nicht ihr gesamtes Grundstück bewirtschaften, weil es ihnen entweder an Zeit oder Mittel mangelt, oder weil die Fläche für die industrielle Landwirtschaft ungeeignet ist. Diese Leute werden dann froh sein, wenn sie es an jemanden für 200 Euro im Monat vermieten können und so wenigstens noch etwas Geld einnehmen. Ein Video aus Youtube, zeigt ein Beispiel dafür wie man so ein Vorhaben realisieren kann:

Leben in einer Jurte als Selbstversorger

Die Nachfolgekosten sind am Ende deutlich geringer als die Lebenshaltungskosten bei einem konventionellen Lebensstil, insbesondere wenn Du auf Luxus, wie ein eigenes Auto, regelmäßiges Verreisen und nächtliches Ausgehen verzichtest. Wenn Du es ganz innovativ machen möchtest und dabei auf Technologien wie Solarzellen und Windräder setzen möchtest, dann habe ich hier noch ein Video gefunden das zeigt, wie ein Mann in Deutschland sich ein autarkes Minihaus zusammengebastelt hat (fast ausschließlich mit nachhaltigen Materialien aus der Region):

Autarkes Häuschen mit eigenem Wasserkreislauf

Geschäftsideen für Selbstversorger

Selbstverständlich muss man auch realistisch bleiben und dabei bedenken, dass man als Selbstversorger nicht alles immer selbst produzieren kann. Vielleicht fehlt das Geld für die Werkzeuge, die Materialien oder man bringt gewisse Fähigkeiten einfach nicht mit. Wie einfach ist es beispielsweise sich ein Laptop, eine Kamera oder ein anderes technisches Gerät von Hand selber zu bauen? Neben dem nötigen Verständnis, dem handwerklichen Geschick und der Materialien braucht man zudem die richtigen Werkzeuge um einen bestimmten Gegenstand produzieren zu können. Genügend Zeit und Energie wird man dafür ebenfalls benötigen und insbesondere als Selbstversorger wird man seehr beschäftigt sein. In diesem Fall ist es durchaus sinnvoll, sich auf bestimmte Bereiche in der Produktion bestimmter Güter zu spezialisieren. Du kannst gut töpfern? Dann biete einen Töpferkurs über das Internet an oder verkaufe dein eigens hergestelltes Geschirr über das Internet. Wenn Du Werkzeuge und andere tolle Gegenstände aus Metall schmieden kannst, dann könntest Du beispielsweise einen Youtube-Channel erstellen und mit gut gemachten Videos, interessierten Leuten dein Handwerk näher bringen und dabei Geld von den Videos einnehmen, während Du damit über das Internet mehr Leute auf deine Produkte aufmerksam machst. Dieses Modell kannst Du auf alle möglichen Fähigkeiten anwenden. Hier habe ich einige Geschäftsideen zusammengefasst, die man als Selbstversorger angehen könnte:

  • Schulungen für Gartenbau
  • Schulungen für ökologische Landwirtschaft
  • Schulungen für artgerechte Tierhaltung
  • Schulungen für Holzbearbeitung
  • Schulungen für den Bau nachhaltiger Häuser
  • Produktion und Verkauf von Bio-Lebensmittel
  • Produktion von alltäglichen Gegenständen des Bedarfs (Holzgegenstände, Möbel, Eisenwaren, Kleidung, Besteck, Teller, Töpfe und Tassen)
  • Online-Kurse oder Bücher in Richtung Selbstversorgung anbieten
  • Online Coachings jeglicher Art

Selbstversorgerleben: Argumente auf einem Blick

Warum könnte das Leben als Selbstversorger in Zukunft für viele Menschen von Bedeutung sein?

  • Sinkende Sicherheiten auf dem Arbeitsmarkt, wegen Konjunkturschwankungen, sowie der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsplätzen
  • Vermeidung oder Minimierung von Armut, dank eigenverantwortliches leben und eigenständige Abdeckung des materiellen Bedarfs
  • Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen und einem Finanz- und Wirtschaftssystem, das hauptsächlich auf die Profitmaximierung ausgelegt ist und nicht jeden Menschen fair behandelt.
  • Nachhaltigerer Lebensstil im Einklang mit der Natur
  • Geringerer Ressourcenverbrauch und damit ein geringerer CO²-Fußabdruck
  • Kreislaufwirtschaft mit der Natur (nehmen und geben, anstatt immer nur zu nehmen)
  • Unabhängige Produktion und Versorgung von lebenswichtigen Gütern
  • Hochwertigere, natürliche und gesunde Lebensmittel anstatt chemisch belastete Massenware

Insbesondere der Punkt mit den Arbeitsplätzen ist meiner Meinung nach das beste Argument, warum die Selbstversorgung in Zukunft für viele Menschen von hoher Bedeutung sein könnte. Man kann sich nie zu 100% darauf verlassen, dass immer für alle Menschen genügend anständige Arbeit auf dem klassischen Arbeitsmarkt vorhanden sein wird. Egal wie viele Arbeitsplätze man schafft oder wie sehr die Regierung versucht die Armut zu bekämpfen, es wird in einem kapitalistischen Markt immer einen gewissen Prozentsatz an Arbeitslose geben.

Der Markt unterliegt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage weil zahlreiche Unternehmen immer nach Wegen suchen um die Kosten zu minimieren. Von Kostenminimierung sind leider auch die Arbeitsplätze nicht verschont. Ganz ehrlich: Im Falle der Arbeitslosigkeit verlasse ich mich ganz bestimmt nicht darauf, dass die Regierung oder irgendwelche profitorientierten Unternehmen dieses Problem für mich lösen werden. Glaubst Du ernsthaft, dass die Politiker all deine Probleme lösen werden oder wenn bestimmte Politiker an die Macht kommen, dann alles besser wird? Das wäre wohl der Witz des Jahres. Je mehr Eigenverantwortung man übernimmt und je verantwortungsbewusster man handelt, desto leichter wird man es im Leben haben.

Wie wäre es, wenn Leute stattdessen ohne Gegenleistung ein Stück Land, etwas Werkzeuge und das nötige Wissen von der Regierung bedingungslos zur Verfügung gestellt bekommen um sich ein eigenverantwortliches Leben als Selbstversorger aufzubauen, im Falle dass sie für den Arbeitsmarkt nicht infrage kommen? Das würde langfristig deutlich weniger kosten, als der ganze bürokratische Aufwand um diese Leute in eine aussichtslose Arbeitsstelle zu bringen, oder für die Kriminalitätsbekämpfung der Leute die aus der Not heraus diese Taten überhaupt erst begehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Staat oder die Gesellschaft diesen Leuten die nötigen Mittel zur Verfügung stellt und ihnen aufzeigt, wie sie in Freiheit und Unabhängigkeit für sich selbst sorgen können. Bildung, Wissen und die nötigen Ressourcen zur Umsetzung dieses Wissens, machen am Ende den Unterschied aus.

Diese Herangehensweise würde einiges wesentlich erleichtern und wäre tausend mal effektiver als wenn man einfach nichts tut und diese Leute ihrem Schicksal überlässt oder sie mit staatlichen Geldern füttert, ohne ihnen aber zu zeigen wie sie sich langfristig eigenverantwortlich und unabhängig leben. Wer ein Leben als Selbstversorger führt, ist zugleich Unternehmer. Als Selbstversorger muss man gut planen, braucht eine Menge Know How und die nötige Flexibilität um die Arbeit bestmöglich durchführen zu können und dadurch die besten Ergebnisse zu erzielen.


Bildung, Bildung, Bildung!

Umgesetztes Wissen ist Macht! Damit Du bei deinem Vorhaben nicht in blinden Aktionismus verfällst und zu viele Fehler machst, brauchst Du das richtige Fachwissen, die richtigen Fachleute die dich über ein Leben als Selbstversorger aufklären und Du brauchst genügend Zeit und Geld um mit deinem Vorhaben erfolgreich zu werden. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und dementsprechend brauchen große Projekte ihre Zeit bis sie wahr werden. Du musst nicht alles auf einmal machen. Bitte überfordere dich nicht. Fange klein an und gehe in kleinen Schritten voran, so dass dir ein sanfter Übergang zu einem neuen, nachhaltigem Leben gelingt. Du bist nicht dazu gezwungen von heute auf morgen ins kalte Wasser zu springen. Es ist nicht immer einfach Leute zu finden, die einem bestimmtes Wissen vermitteln, doch glücklicherweise leben wir heute im digitalen Informationszeitalter, was bedeutet dass man sich alle notwendigen Informationen auch anderweitig besorgen kann. Unter den folgenden Links gelangst Du zu Büchern mit wertvollem Wissen für die Selbstversorgung:

Nachhaltiger Hausbau

Holzwerken

Nahrungsmittelproduktion


Fazit:

Ein Leben als Selbstversorger ist vielleicht nicht so komfortabel wie ein Leben in einer modernen Stadt, dafür ist es ein gutes Leben in Freiheit und Unabhängigkeit. Allzu schwierig ist es jedoch auch nicht. In Anbetracht der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen ist das Leben als Selbstversorger wahrscheinlich die beste Alternative. Am Anfang wird man definitiv etwas Übung brauchen und auf Herausforderungen stoßen. Wie bei allem gibt es hier Vor- und Nachteile, doch der ausschlaggebendste Vorteil ist definitiv die Unabhängigkeit von einem öffentlichen System und die langfristig günstigeren Kosten. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er oder sie diesen Schritt wagen möchte. Oft reicht es auch schon aus zum Minimalisten zu werden und einfach weniger zu konsumieren. Das ist ebenso nachhaltig und es macht einen ein Stück weit vom Geld und Konsum unabhängiger, als bei jemanden der viel besitzt, in einer großen Wohnung in der Stadt wohnt und jeden Monat unzählige Rechnungen abbezahlen muss. Nachhaltiger ist so ein Leben allemal und gerade für Andersdenkende einen Versuch wert.