Unsere Welt ist schön, aber nicht perfekt. Das dürfte jedem längst klar sein. Viele Dinge laufen falsch, wurden aber mittlerweile von der Mehrheit der Bevölkerung normalisiert. So haben sich mit der Zeit viele toxische Verhaltensweisen etabliert, die negative Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben. In diesem Artikel könnten einige Zeilen nicht jedem gefallen, weil sie die bittere Realität abbilden. Die Wahrheit ist dafür bekannt, dass sie nicht jedem schmeckt. Doch ich bin nicht hier um dir zu sagen was Du hören willst, sondern ich bin hier um dir zu sagen was Du hören MUSST. Ich betrachte es als meine Pflicht, zu sagen was falsch läuft. Das tue ich mit der Intention, dass sich etwas ändert. Deshalb gibt es hier jetzt eine Liste mit 30 toxischen Verhaltensweisen, die in unserer Gesellschaft mittlerweile zur Normalität wurden und die jeder wieder loswerden sollte.

1. Zucker auf zahlreichen Lebensmittel geben

Viele Menschen sind abhängig von Zucker geworden. Man findet es mittlerweile in zahlreichen sogenannten Lebensmittel. Die Lebensmittelindustrie kippt das Zeug auf allen erdenklichen Nahrungsmittel, selbst dort wo man es nicht erwarten würde. Sogar in eingelegten Früchten, die eigentlich von Natur aus süß genug sein sollten, wird oft auf zusätzlichen Zucker nicht verzichtet. Glaubst Du, dass der Großteil der Lebensmittelindustrie sich um deine Gesundheit schert? Die interessieren sich nur für dein Geld. Davon lässt sich am meisten verdienen, wenn der Konsument nach dem Produkt süchtig wird. Mit der Zugabe von Zucker ist das sehr leicht umsetzbar. Zucker sorgt dafür, dass im Gehirn das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet wird. In Verbindung mit Dopamin, baut der Konsument zu bestimmten Substanzen eine Sucht auf. Es hat also gute Gründe warum viele Menschen mittlerweile nicht auf Zucker in zahlreichen Speisen und Getränken verzichten können. Unter solchen Umständen braucht es Niemanden zu wundern, wenn in Europa und in den USA mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig ist und an Krankheiten wie Krebs, Übergewicht oder Diabetes leiden.

2. Überstunden auf der Arbeit

In vielen Großstädten gehört es zum guten Ton, wenn man freiwillig unbezahlte Überstunden macht, sofern man eine Beförderung in Betracht zieht. Viele tun das freiwillig um sich auf diese Art von ihrem Chef den gewünschten Bonus zu verdienen und manche Betriebe erwarten sogar, dass ihre Arbeitnehmer freiwillig unzählige Überstunden machen um ihren Fleiß und ihre Loyalität zu beweisen. Wer dort nicht freiwillig Überstunden macht, macht Unterstunden. Manche Arbeitgeber wollen dass man eine gewisse Zeit an unbezahlten Überstunden macht (oft bis zu 60 Stunden in der Woche), bis man eine Gehaltserhöhung bekommt oder die Überstunden überhaupt bezahlt bekommt. Das ist nicht nur Ausbeutung, sondern zugleich eine Falle. Das Bild des fleißigen Arbeitnehmers, der alles für sein Unternehmen gibt und dafür selbst auf seine persönliche Freizeit verzichtet ist veraltet und sorgt beim Arbeitnehmer höchstens für Burnout, während es sämtliche Innovation ausbremst. Leute brauchen für die optimale Leistung ihren Freiraum und ausreichend Pause. Viele unbezahlte Überstunden tragen nichts zur Leistungsoptimierung bei. Stattdessen rauben sie sämtliche Motivation und quetschen den Arbeitnehmer wie eine Zahnpasta-Tube aus.

3. Toxische Männlichkeit

Egal ob die harten Jungs aus den Westernfilmen, James Bond oder Donald Trumb: Sie alle strahlen die toxische Männlichkeit aus. Anstelle von echten Gefühlen und Empathie, findet man hier schroffes Vokabular und eine verhärtete Mimik. Je schroffer, härter, zäher und aufreißerischer ein Mann ist, desto männlicher; so die Philosophie dahinter. Hinzu kommen die zähen Konkurrenzkämpfe, die Gewalt und die bedrohliche Aggressivität, die damit einhergeht. Die Mainstream-Medien mit all ihren maskulinen ,,starken“ Rollenfiguren bekräftigen dieses Bild. Nicht nur dass jemand sich mit so einem Verhalten zum Affen macht, präsentiert es insbesondere den Jungs und jungen Männern ein völlig falsches Bild von Männlichkeit. Dieses falsche Idealbild von Männlichkeit sorgt am Ende für Reibung und Spaltung zwischen Männer und Frauen und ist ein Grund dafür, warum gewisse Herren der Schöpfung ihre Frauen dominieren und im Extremfall misshandeln. Es ist auch einer der Gründe warum es vermehrt protestierende Feministinnen gibt, die Männer hassen und sämtliches negatives Verhalten eines Mannes auf sein Testosteron schieben. Dabei ist weder das männliche Geschlecht, noch das Testosteron das Problem. Das Problem ist das falsche erlernte Verhalten, das aus falschen Wertevorstellungen hinsichtlich der Männlichkeit entspringt. Echte Männer stehen zu ihren Gefühlen und können auch Schwäche zeigen. Das ist nicht ,,unmännlich“, sondern authentisch. Sie brauchen keine Gewalt gegen andere anzuwenden um sie zu dominieren. Richtige Männer sind ehrlich, sie arbeiten an sich und wollen für sich und andere nur das beste. Wird an der Zeit, dass die Gesellschaft das falsche Bild von Männlichkeit endlich los wird.

4. Toxischer Feminismus

Anknüpfend auf dem vorherigen Punkt bildet sich aus der toxischen Männlichkeit ein toxischer Feminismus, der das weibliche Gegenstück darstellt und seitens gewisser Frauen auf extremistische Art ausgelebt wird. Paradoxerweise unterschieden sich diese Damen vom ihren Verhalten nicht wirklich von den Machos, gegen die sie ein Problem haben. Sie wollen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau indem sie selbst die gleichen Mittel anwenden, die sie bei toxischen Männer so sehr verabscheuen. Das hat allerdings nichts mit echtem Feminismus zu tun, sondern kann viel mehr als Racheakt gegen die Männer verstanden werden, mit denen sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen machten. Dieses toxische Verhalten stellt eine Energieverschwendung dar. Es trägt nichts zur Lösung bei. Oder was ist so toll daran, wenn man mit freien Brüsten durch die Straßen läuft und mit Hassparolen gegen Diskriminierung von Frauen demonstriert? Es ist so als würde man Feuer mit Feuer bekämpfen. Manche übertreiben ihre Rolle und gehen sogar soweit, dass sie selber gegen Männer gewalttätig werden, sie dominieren und sich mehr Rechte als ihre männlichen Zeitgenossen verschaffen wollen. Ich sah wie lesbische Paare einen Jungen groß zogen und ihm ihre männerverachtenden Ideologien aufdrückten: „Testosteron ist die Wurzel allen Übels“, „Männer sind böse“ und andere schräge Gedanken. Die Perversion kennt anscheindend keine Grenzen. Wie will Frau unter solchen Umständen eine positive gesellschaftliche Veränderung bewirken? Es grenzt an Wahnsinn und ist der Beweis dafür, dass Hass, Gewalt und Diskriminierung kein Geschlecht kennen. Hass und Gewalt haben nichts mit Weiblichkeit oder Männlichkeit zu tun, sondern sind lediglich ein Indikator dafür, dass gewisse Leute ihre Emotionen und Gedanken nicht im Griff haben und ein völlig verzerrtes Weltbild in sich tragen. Toxisches Verhalten, egal ob bei Mann oder Frau, hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern ist auf falsche Erziehung in Kombination mit falschen Wertvorstellungen und Weltbilder zurückzuführen. Echte Feministinnen stehen zu ihrer Weiblichkeit und suchen nach friedlichen, konstruktiven Lösungswegen, während sie Männer und Frauen respektvoll behandeln.

5. Falsche Vorbilder

Jeder Mensch da draußen, trägt eine Verantwortung und eine Vorbildfunktion. Es gibt Personen des öffentlichen Lebens, die nicht gerade zu den besten Vorbilder gehören, zu denen aber viele Menschen aufschauen. Meistens sind es irgendwelche Stars & Prominente, die man aus Filmen und Serien aus dem Mainstream kennt. Dort werden dem Zuschauer häufig falsche oberflächliche Werte und Ideale eingetrichtert, die die Massen auch noch feiern. Die Mädchen wollen alle so hübsch und berühmt sein wie Beyonce oder Kim Kardashian und später Model werden und ihr eigenes Make-Up-Label gründen. Jungs und junge Männer folgen prominente Männer wie Vin diesel, The Rock oder Daniel Craig, die alle einen auf ,,harten Macker“ machen und die zuvor erwähnten falschen Ideale ausdrücken. Wenn es ganz schlimm kommt, folgen sie irgendwelchen ,,coolen“ Gangster Rapper, die in ihren Musiktexten Frauen als Nutte beschimpfen und Kriminalität und Gewalt normalisieren. Warum folgt man sowas? Was ist so ,,cool“ daran, wenn man andere beleidigt oder sie verprügelt? Welche Vorbilder sollen diese Leute abgeben?

Trotzdem werden diese Leute als Helden gefeiert und viele möchten so werden wie sie. Dabei sollte man sich die Frage stellen, was diese Leute für diese Gesellschaft eigentlich tun: Nichts gutes. Das einzige was die meisten dieser Promis höchstens tun, ist die Verblödung und Ablenkung der Massen. Dafür kassieren sie auch noch viel Geld und seitens der Öffentlichkeit großen Dank und Respekt. Dabei gibt es nichts was man diesen Leuten danken sollte. Was ist mit den echten Helden in unserer Gesellschaft? Die Krankenschwester, Der Feuerwehrmann, der Bauarbeiter, der Elektrotechniker, die Landwirte und der Tierarzt der deiner Katze das Leben rettet? Was ist mit den Leuten die sich in Krisenzeiten für deine Rechte und Freiheiten aussprechen? Wer unterstützt diese Menschen? Wo bleibt da der Dank? Diese Leute sind ganz normale Menschen wie Du und ich und dennoch leisten sie der Gesellschaft jeden Tag einen wertvollen Beitrag. Wenn Du nicht die Leute unterstützt, die sich für deine Rechte aussprechen und nicht all den Leuten dankst, die dein Leben jeden Tag wirklich besser machen, dann wird am Ende niemand mehr da sein der sich darum kümmert. Danke somit den echten Helden unserer Gesellschaft, nicht irgendwelchen Promis die nichts für dich tun, außer dich abzulenken und dich dümmer zu machen.

6. Brutale verstörende Filme und Serien

Horrorfilme, Actionfilme und alle Filme und Serien, die in irgendeiner Weise brutal und viel Gewalt enthalten, haben zu viel Aufmerksamkeit bekommen und gelten deshalb mittlerweile als normal. Ist dir schon mal aufgefallen, dass wenn man gezielt im Internet nach Filme und Serien sucht, dort einem meist als erstes Horror- und Gewaltfilme präsentiert werden? Das ist kein Zufall. Die Menschenmassen verlangen danach. Eigentlich ist es bizarr, wenn sich zahlreiche Leute freiwillig Gewalt und Brutalität ansehen und dafür auch noch Geld bezahlen. Viele Horrorfilme sind so gruselig und verstörend, dass der normale Zuschauer davon garantiert Albträume oder psychische Probleme bekommt. Trotzdem scheinen es viele zu lieben. Die dort gezeigten Bilder vergiften langfristig den Verstand und verursachen psychische Beschwerden, die sich auch auf das alltägliche Leben auswirken, darunter chronischer Stress und ansteigende Aggressivität. Grund genug um diese toxische Vorliebe zu beenden.

7. Perverse, abartige Vorlieben und Fetische

Auch komische und abartige Vorlieben wurden in unserer Gesellschaft zunehmend zur neuen Normalität. Man braucht nur auf einige Pornoseiten vorbei zuschauen, dann weiß man was ich meine. Trotzdem scheint sich kaum jemand darüber großartige Gedanken zu machen, solange sich niemand beschwert und es sich noch im rechtlichen Rahmen befindet. Das garantiert jedoch nicht, dass zahlreiche Menschen da draußen merkwürdige Fetische und Vorlieben entwickeln um ihre perversen Fantasien auszuleben. Was ist beispielsweise so berauschend daran, wenn Leute freiwillig Windeln anziehen und diese sich von dem Sexualpartner wechseln lassen? Oder wenn man eine Domina dafür bezahlt, damit sie einen wie einen Sklaven behandelt und man am Ende der Sitzung ihren Stiefel ablecken kann? Es gibt im Internet so viele abartige ekelerregende Szenerien, die nicht selten die Grenzen der Perversion sprengen. Trotzdem scheinen viele Leute daran Gefallen zu finden. Das sollte ernsthaft zum Hinterfragen anregen, was in unserer Gesellschaft eigentlich falsch läuft.

8. Zigaretten, Alkohol, Smartphone- und Pornosucht

Diese Dinge haben den größten Einfluss auf das Leben vieler Menschen zumal sie süchtig machen und das auch so gewollt ist. Wenn ich von Zigaretten, Alkohol, lange Bildschirmzeit und Pornos als toxisches Verhaltensmuster spreche, dann meine ich damit nicht den gelegentlichen Konsum dieser Mittel. Ein Mal im Jahr ein Glas Sekt, wird sicherlich nicht schaden. Eine gelegentliche Zigarre für traditionsliebende Männer, die damit ihren Erfolg feiern, wird sicherlich kein Problem darstellen. Jemand, der auf leichte Weise an relevante Informationen herankommen möchte, wird nicht auf sein Smartphone verzichten können. Ich meine damit die Sucht auf diese Mittel, von der sich so viele Leute versklaven lassen. Viele sind von diesen Mittel so abhängig geworden, dass für sie ein Leben ohne unvorstellbar wäre. Man möge sich die zahlreichen Zigarettenstöpsel auf öffentlichen Straßen, den exzessiven Alkoholkonsum in Clubs, die Bildschirmzeit zahlreicher Nutzer auf den sozialen Medien oder die hohen Aufrufe von Videos mit pornografischen Inhalten ansehen. All diese toxischen Verhaltensweisen sind eigentlich nicht normal und wurden dennoch vom Großteil der Gesellschaft normalisiert. Mit diesen Süchten verdienen zugleich verantwortungslose Produzenten ihr Geld, was auch ein Grund dafür ist, warum diese toxische Verhaltensweisen weiterhin gefördert werden obwohl sie für den Konsumenten offensichtlich schädlich sind. Zeit damit aufzuhören.

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9. Gamingsucht und Gewaltspiele

Anknüpfend an den vorherigen Punkt, ist die Sucht nach Gaming und die Freude an Gewaltspiele wie Ego-Shooter oder Horror-Spiele eine toxische Verhaltensweise, die insbesondere bei vielen jungen Menschen zur Normalität wurde. Daraus hat sich mittlerweile ein großes Geschäft entwickelt, mit dem sich viel Geld verdienen lässt. Es ist ein Grund dafür, warum die Gaming-Industrie dafür betet, dass genügend junge Kunden dazukommen und deren Einkommen finanzieren. Dementsprechend sind viele dieser Spiele so gestaltet, dass sie den Spieler bewusst süchtig machen, damit dieser so viel Zeit wie möglich mit Zocken verbringt. Das geschieht durch kleine Belohnungen, wie das Freischalten bestimmter Auszeichnungen, Gadgets, Funktionen, Designs und anderen Vorteilen, die sich der Spieler verdient, nachdem er im Spiel bestimmte Aufgaben erledigt. Nicht nur die Sucht ist dabei das Problem. Viele Leute, die diesem Mechanismus zum Opfer verfallen, vergeuden dadurch ihre Lebenszeit. Spielsüchtige nutzen das Gaming als Flucht aus der Realität oder um sich von ihren Problemen abzulenken. Das kann im Extremfall soweit gehen, dass manche Spieler dadurch wichtige Pflichten oder soziale Kontakte aus der realen Welt vernachlässigen. Alles für die Illusion von Erfolg und Anerkennung. Dabei findet das echte Leben da draußen statt, nicht auf dem Bildschirm. Zudem verdient man als Gamer in der Regel kein Geld, außer man ist im E-Sport aktiv. Das dürfte jedoch auf die Mehrheit der Spieler nicht zutreffen. Jemand der ständig nur am Zocken ist, vertrödelt wertvolle Lebenszeit, die er anderweitig hätte besser nutzen können, wie beispielsweise dem Aufbau eines Einkommens. Bei älteren Generationen ist es oft noch die Spielsucht am Automaten oder im Casino. Auch diese Dinge wurden normalisiert, während sie nicht selten zahlreiche Spielsüchtige in den Ruin treiben.

10. Hoher Stolz, Arroganz und das Herabwerten anderer

Insbesondere in der westlichen Kultur, die von Materialismus, Egoismus und Leistungsdruck getrieben ist, haben viele Leute ein großes aufgeblasenes Ego; einige Hauptdarsteller aus Gangstarap-Musikvideos sind nur einige von vielen Beispielen. Damit geht ein hoher übertriebener Stolz und eine Arroganz einher. Viele halten sich dann für etwas besseres, nur weil sie mal irgendetwas in der Vergangenheit erreicht haben. Sie definieren ihren Wert meist durch reine Oberflächlichkeiten. Prinzipiell leben diese Leute gedanklich in der Vergangenheit und halten an längst vergangene Errungenschaften fest, während sie in der Gegenwart oft nichts neues machen und keine neuen Erfolge erzielen: ,,Seht her, ich habe an der Harvard Universität studiert und war mal ein gut bezahlter Manager an diesem tollen Unternehmen“.

Währenddessen schauen sie auf diejenigen herab die ,,weniger erreicht haben“ und machen ihnen dadurch das Leben schwer. Man findet solche Leute häufig in gesellschaftlichen Kreisen der sogenannten Eliten, aber auch normale Leute können durchaus von dieser toxischen Verhaltensweise befallen sein, wenn sie ein geringes Selbstwertgefühl haben und ständig nach Bestätigung von anderen suchen. Wer als Arbeitnehmer bei einem arroganten Arbeitgeber tätig ist, darf seinem Betrieb ,,die Ehre erweisen“ um dort angestellt zu werden und muss sehr lange und hart arbeiten, wenn er aufzusteigen und irgendwann würdig für eine Gehaltserhöhung sein möchte. Arrogante Chefs sind häufig ein Grund dafür, warum heutzutage viele junge Berufseinsteiger ein oft deutlich geringeres Gehalt bekommen als die Elterngeneration.

Die hochmütigen Chefs sind oft älter als die jungen Berufseinsteiger und nicht selten knauserige, überhobene Geizkragen. Sie halten junge Lehrlinge für völlig unfähig und undiszipliniert, nur weil sie mal im Fernsehen einige Problemkinder beim Trinken gesehen haben. Dementsprechend bilden sich daraus zahlreiche Vorurteile und toxische Verhaltensmuster, die andere benachteiligen. Das ist ein altes Schema und bis heute tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Viele Leute sind gut darin, Vorurteile gegen andere zu pflegen. Es ist leichter jemanden von Beginn an in eine mentale Schublade zu stecken als diese Person zunächst sorgfältig kennenzulernen. So kommt es nicht selten vor, dass Menschen unterschätzt und herabgewertet werden, nur weil ein hochnäsiger Mensch Vorurteile gegen sie hat. Leute mit einem ungesunden Stolz und einer hohen Arroganz, halten sich für besser und wertvoller als andere, während sie sich als das Zentrum des Universums betrachten. Dabei sind sie lediglich eingebildet, denn verglichen mit der Unendlichkeit der Schöpfung, sind diese Leute nur ein winziges, unbedeutendes Staubkörnchen. Eine gesunde Bescheidenheit und Respekt vor anderen Menschen, unabhängig von ihrer Leistung, ihrer Herkunft oder Hautfarbe, würde diesen Leuten sicher nicht schaden.

11. Verschwenderischer Lebensstil

Man könnte jetzt auf die Idee kommen, dass gerade reiche Leute, also jene die es sich leisten könnten, verschwenderisch leben. Das trifft jedoch eher nur auf seltene Ausnahmefälle zu. Tatsächlich sind es oft die Massen oder die breite Mittelschicht, die mit ihren Ressourcen sehr verschwenderisch umgeht. Reiche Leute leben eher sparsam, da die Anhäufung von Reichtum nicht mit einem verschwenderischen Lebensstil funktioniert. Das ist auch einer der Gründe, warum so viele Leute hart arbeiten und eigentlich ganz gut verdienen und am Ende des Monats trotzdem kein Geld mehr auf dem Konto haben. Normale Leute, die von Anfang an in gutbürgerlichen Verhältnissen hinein geboren wurden, haben selten bittere Armut und Knappheit erlebt. Darum fällt es ihnen leicht mit dem Wasserverbrauch, dem Heizen und der Nahrungsmittel verschwenderisch umzugehen.

Laut einer Studie des Heinrich von Thünen-Instituts, wurden allein in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Etwa die Hälfte aller entsorgten Lebensmittel wurden allein in Privathaushalten weggeworfen, während weltweit 680 Millionen Menschen hungern und in einigen Länder Kriege wegen Wasser geführt werden. Gleiches gilt für Strom und andere Güter. Es kann nicht nachhaltig sein, wenn man monatlich die neuste Fastfashion Billigmode kauft und die Kleidungstücke nur einmal im ganzen Leben trägt. Viele Leute kaufen sich per Ratenfinanzierung ein eigenes Auto obwohl sie kein eigenes Auto brauchen. Dieses Verhalten verbraucht unnötig viel Energie, Rohstoffe und treibt die Preise für Güter unnötig in die Höhe, während es für Ungleichheiten in der Verteilung der Ressourcen sorgt. Hinzu kommt die immense Menge an Plastikmüll. Daraus resultieren die bekannten Umweltverschmutzungen, wie unter anderem der Plastikmüll im Meer. Jeder von uns sollte das eigene Konsumverhalten überdenken und den eigenen Ressourcenverbrauch hinterfragen. Auch wenn reiche Industrienationen alle notwendigen Güter im Überfluss verfügen, heißt das noch lange nicht, dass man damit verschwenderisch umgehen soll. Ein verschwenderischer Umgang mit den verfügbaren Ressourcen, beutet unnötigerweise unseren Planeten aus und zerstört die Umwelt. Mehr Dankbarkeit für das was man hat und eine gesunde Bescheidenheit würde vielen Menschen da draußen sicher gut tun.

12. Hohe Erwartungen an andere stellen

Ein weiteres toxisches Verhaltensmuster sind die hohen Erwartungen, die wir unserer leistungsorientierten Gesellschaft zu verdanken haben. Viele Menschen stellen an Politiker, Arbeitgeber, Arbeitnehmer und an das Leben, zu hohe Erwartungen. Sie stellen so hohe Erwartungen an sich selbst und andere, dass dadurch ein enormer gesellschaftlicher Druck entsteht. Diese Erwartungen beruhen meist auf realitätsfernen Idealvorstellungen. Es kann nicht jeder Mensch immer zu 100 Prozent perfekt sein und maximale Leistung erbringen. Es gibt nicht diesen einen Übermenschen, der alles kann und alles mit Leichtigkeit richtet. Trotzdem streben so viele Leute nach ständiger Perfektion und verurteilen sich und andere, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden. Gerade in der Arbeitswelt leiden viele Menschen unter dem enormen Leistungsdruck, der ihnen von ihren anspruchsvollen Arbeitgebern auferlegt wird. Daraus entsteht in der Gesellschaft eine toxische Atmosphäre und jene Leute dessen hohe Erwartungen nicht erfüllt werden, sind am Ende schnell enttäuscht. Wir müssen weg vom Leistungsdruck, weg vom realitätsfernen Perfektionismus und wieder zurück zur Menschlichkeit. Die menschlichen Dimensionen müssen für langfristige Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden. Andernfalls steuern mehr Menschen auf Burnout und Depression zu und spätestens ab dann läuft gar nichts mehr.

13. Sexualisierung von Kinder

Es ist schon erschreckend, dass es mittlerweile Schönheitswettbewerbe für kleine 4-8-Jährige Mädchen gibt, die geschminkt mit knappen Kleidern auf dem Laufsteg umherziehen, damit sie den Schönheitspreis abräumen und ihren verantwortungslosen Müttern ein nettes Einkommen bescheren. Sei ehrlich: Würdest Du es auch nicht ,,süß“ finden, wenn ein 5-Jähriger Junge sich mit einem 5-Jährigen Mädchen küsst? Das ist das abartige daran. Die Sexualisierung von Kindern wurde in großen Teilen der Gesellschaft mittlerweile als normal erklärt. Das ist besonders dann ekelerregend, wenn Erwachsene mit speziellen Neigungen daran Gefallen finden. Zugleich ist das ein schädlicher Eingriff in die soziale und sexuelle Entwicklung der Kinder. Leute die aus der Sexualisierung ihrer Kinder Profit schlagen, sollten eventuell einen Besuch beim Psychiater in Betracht ziehen. Oft gehen diese toxischen Verhaltensmuster mit Minderwertigkeitskomplexen seitens der Eltern einher, die mit den Schönheitspreisen ihrer Kinder etwas kompensieren wollen. Lasst die Kinder in Ruhe und lasst sie vor allem einfach Kinder sein!

14. Ständig feiern gehen obwohl es nichts zu feiern gibt

Insbesondere in der westlichen jungen Arbeiterkultur hat sich das routinierte exzessive Feiern nach der Arbeit schon lange breit gemacht. Zahlreiche junge Arbeitnehmer und jugendliche Schüler leben für das Wochenende. Anstatt sich sinnvoll zu beschäftigen und die Welt ein Stückchen besser zu machen, gehen sie lieber nach der Schule oder nach Arbeit mit ihrem wenigen Geld auf Clubs und Bars um dort ,,so richtig die Sau raus zulassen“. Dröhnende, scheußliche Musik, exzessives Baggern und Pöbeln, sind in den Saufgelagen mit inbegriffen. Es scheint, als sei für viele junge Menschen das Feiern am Wochenende eine Art Kult geworden, auf denen sie nach einer stressigen Arbeitswoche nicht verzichten können. Gesund ist das definitiv nicht. Dabei stellt sich die Frage was es da eigentlich zu feiern gibt? Während zahlreiche junge Leute sich in Clubs und Bars sinnlos besaufen und einen ,,entspannten“ Abend genießen, brennt in Brasilien der Regenwald nieder, hungern in Afrika mehrere 100 Millionen Menschen, baut ihre Regierung eine totalitäre Diktatur auf und im mit Plastik verschmutzten Meersteigt aufgrund des menschengemachten Klimawandels der Meeresspiegel an. Wofür feierst Du also? Es gibt nichts zu feiern! Statt Bierflaschen zu leeren und diese achtlos auf Stränden zu entsorgen, solltest Du den Strand vom Plastikmüll befreien und nebenbei mit deinen Freunden die Welt retten. Erst dann hast Du zurecht einen Grund zum feiern.

15. Auf andere mit dem Finger zeigen und ständig den Sündenbock ausfindig machen

Wer ist der Schuldige? Wer ist verantwortlich für dieses Übel? Der hat das und das gemacht. Der hat Schuld! Ständig muss der Sündenbock ausfindig gemacht werden. Immer ist irgendjemand anderes Schuld nur man selbst nicht. So denken viele Leute da draußen um sich dadurch auf leichte Weise der Verantwortung zu entledigen. Diese Rechnung geht langfristig nicht auf. Es ist mittelalterliches Verhalten und zeugt von purer Verantwortungslosigkeit. Unglücklicherweise wurde auch diese toxische Verhaltensweise in unserer Gesellschaft normalisiert und gehört mittlerweile bei vielen Leuten zum Alltag dazu; man möge sich nur den Kommentarbereich bestimmter Youtube-Videos ansehen. Dabei trägt absolut jeder bei allem was passiert eine Teilschuld und ist für jedes Problem dieser Welt in irgendeiner Weise mitverantwortlich. Du hast ein Problem gegen Sozialhilfeempfänger? Du hast ein Problem damit, dass Obdachlose bei dir nach Geld betteln? Warum tust Du dann nichts dagegen? Ach ja, ich vergaß: Es ist leichter die Schuld auf andere abzuwälzen. Der Politiker hat Schuld, dass Leute keinen gut bezahlten Job finden. Der böse Sozialhilfeempfänger hat selbst Schuld und muss bestraft werden oder war es nicht doch der Vermieter, der die Miete erhöht und den Menschen in die Obdachlosigkeit gebracht hat? Egal wer der Schuldige ist, Hauptsache man hat selbst nichts damit zu tun. Dabei trägt jeder eine Mitschuld dafür, dass es zu solchen Missständen überhaupt erst gekommen ist. Jeder der solche Leute stigmatisiert und sie nicht unterstützt, ist Teil des Problems. Das gilt auch für alle anderen Probleme dieser Welt. Jeder kann in irgendeiner Weise zur Lösung beitragen, wenn er es wirklich will und es umsetzt. Was viele stattdessen tun, ist das Beitragen zum Problem, indem Sie überall die Schuld suchen außer bei sich selbst. Unter solchen Umständen können keine Probleme gelöst werden. Die Gesellschaft muss weg von der Sündenbockmentalität, denn dieses toxische Verhalten stellt unnötigerweise eine Belastung dar. Es hilft mehr, wenn wir alle damit aufhören nach den Schuldigen zu suchen, stattdessen die Verantwortung übernehmen und die Probleme einfach anpacken.

16. Öffentliche Bloßstellung von Entscheidungsträger

Ergänzend zum vorherigen Punkt, ist es leider mittlerweile zur Normalität geworden, dass Entscheidungsträger in wichtigen Führungspositionen erbarmungslos über die Medien öffentlich bloßgestellt werden. Dieses toxische Verhalten bezieht sich oft auch auf einzelne Privatpersonen, jedoch umso mehr auf Personen und Organisationen des öffentlichen Lebens. Am meisten sieht man es bei Politiker: Sobald jemand etwas sagt oder tut, was anderen so gar nicht gefällt, wird Derjenige binnen kürzester Zeit über die öffentlichen Medien zur Witzfigur gemacht und zum Subjekt von Hass und Shitstorms. Das ist sowohl für das Opfer als auch für den Täter schädlich. Während ich auch nicht immer toll finde was gewisse Entscheidungsträger alles anrichten, ist das alleine noch kein Grund um den Respekt zu verlieren und diese Menschen zu hassen. Leider tun das noch viele Leute da draußen; es scheint zum Volksport geworden zu sein. Selbst Leute, die meist friedlich sind, lassen sich noch manchmal zu solchen Spielchen verlocken. Das erschafft in unserer Gesellschaft eine toxische Atmosphäre und bewirkt am Ende lediglich, dass Probleme nur weiter aufgeblasen werden. Wer denkt, dass Politiker oder bestimmte Organisationen für bestimmte Probleme verantwortlich sind, dem kann ich nur antworten: Diese Leute sind nicht die eigentlichen Verursacher. Sie sind nur Marionetten, die sich diesem Wahnsinn gegen guter Bezahlung zur Verfügung gestellt haben. Sie sind lediglich schlecht bezahlte Schauspieler. Es ist alles nur Show und jene das nicht realisieren, fallen darauf rein. Wer ständig wütend auf Politiker oder bestimmten Organisationen ist und seine Wut auf diese Leute auslässt, wurde lediglich von jemand anderes als Bauernfigur ausgespielt. Wenn man Probleme wirklich lösen möchte, dann helfen nur friedliche Lösungen. Öffentliche Bloßstellung von Entscheidungsträger hat nichts mit friedlicher Lösungsfindung zu tun.

17. Sucht nach negativer Berichterstattung

So viele Menschen suchen nach Stress und Drama und schauen deshalb unter anderem schlechte Nachrichten. Es ist schon lange in großen Teilen unserer Gesellschaft zur Normalität geworden weil viele süchtig nach Negativität sind. Das gilt insbesondere für die Panikmache aus den Nachrichten. Nicht nur, dass nicht alle Bilder die man dort zu sehen bekommt, nicht der Wahrheit entsprechen, zugleich werden dort ständig erschreckende Bilder von Tod, Leid, Kriminalität, Krieg und Zerstörung präsentiert. Langfristig vergiftet das den eigenen Verstand und sorgt für Stress, Angst und Depression. Dennoch verlangen zahlreiche Leute danach und die Massenmedien liefern es. Wo es eine Nachfrage gibt, entsteht auch ein Angebot und weil viele Leute danach verlangen, gibt es so viel davon. Wenn Du regelmäßig Nachrichten schaust, welche dir den Tag vermiesen, dann beklage dich nicht. Du und viele andere haben das erschaffen. Würde niemand sich das anschauen, dann würde es das nicht geben. Wahrscheinlich würde dann jeder ruhiger schlafen können und deutlich entspannter durch den Tag gehen.

18. Toxischer Wettbewerb und die Erniedrigung der Konkurrenz

Insbesondere in der heutigen Wirtschaft und Politik findet man zahlreiche toxische Machenschaften. Darunter auch der toxische Wettbewerb und die unerbittlichen Konkurrenzkämpfe, die damit einhergehen. Eigentlich sollte der Wettbewerb ein Treiber für Wachstum und Innovation sein. Zum Großteil ist heute das Gegenteil der Fall. Neben der Ausbeutung und Lohndumping in bestimmten Unternehmen, scheint es so, als würde es mittlerweile zum guten Ton gehören, wenn man die Konkurrenz mit Erniedrigung und Kampf zu beseitigt, anstatt mit Qualität und besserer Leistung zu punkten. Ständig wird der Konkurrent in ein schlechtes Licht gerückt um so selbst besser dazustehen. Das ist ziemlich unprofessionell und dennoch leider bei vielen zur Normalität geworden. In der Politik gehört dieses toxische Verhalten schon lange zum guten Ton: Dort gewinnt man keinen Wahlkampf mehr indem man selbst mit guten Qualitäten und Ergebnissen punktet, sondern indem man die Konkurrenz öffentlich bloßstellt und sie schlechtredet. Wer es ernst meint, schaltet noch eine Fake-News-Kampagne a la Trump-Style, in der angebliche Schandtaten des Konkurrenten offengelegt werden. Und so soll man heutzutage einen Wahlkampf gewinnen? Wo ist die Ehrlichkeit und Fairness geblieben? Die wurde bei vielen schon lange begraben. Es ist für viele leichter die Konkurrenz fertig zu machen als mit Ehrlichkeit und Qualität zu punkten. Leider erschafft das in unserer Gesellschaft lediglich eine toxische Atmosphäre und bewirkt nichts gutes. Grund genug das zu ändern.

19. Das Smartphone und die sozialen Medien für wichtiger nehmen als echte soziale Kontakte

Dieses Phänomen ist heute weit verbreitet und ein Treiber für Einsamkeit. Was eigentlich dazu gedacht war um mehr Kontakte zu knüpfen, ist bei vielen Leuten ins komplette Gegenteil gelaufen. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass soziale Medien Einsamkeit fördern. Hinzu kommen Minderwertigkeitskomplexe und psychische Belastungen, wenn jemand zum Subjekt von Cybermobbing wird. Merkwürdig, es heißt doch ,,soziale“ Medien, dabei ist nichts daran sozial. Dennoch machen sich viele Menschen davon abhängig und werden mit der Zeit zu Smartphone-Zombies. Das ist auch so gewollt, da soziale Medien den Nutzer vom echten Leben ablenken und es mit einem Fake-Leben austauschen sollen. Fake-Kontakte aus Instagram und Facebook werden so mit der Zeit wichtiger als Kontakte im echten Leben. Es ist eigentlich empörend, wenn man sich mit dem besten Freund oder der besten Freundin in einem Restaurant oder bei einem Spaziergang unterhält und er oder sie plötzlich sein Smartphone zückt und zu irgendwelchen Leuten Textnachrichten tippt. Der virtuelle Freund wird dann plötzlich wichtiger als der Gesprächspartner nebenan. Na wo sind wir denn da gelandet? Das ist in gewisser Weise respektlos und gilt dennoch mittlerweile in großen Teilen der Gesellschaft als normal. Fakt ist: Echte, lang anhaltende Freundschaften, lassen sich weiterhin nur durch echte Kontakte im realen Leben bilden und pflegen, nicht im gefakten Leben in den ,,sozialen“ Medien. Vielleicht ist es an der Zeit, den echten Kontakt mit echten Freunden wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen.

20. Sich selbst durch reine Oberflächlichkeiten definieren

Viele Menschen definieren sich nicht nach inneren Werten, sondern stattdessen nach reinen Oberflächlichkeiten wie dem Aussehen, dem Schulabschluss und dem materiellen Besitz. Wer so denkt, wird an sich selbst ständig irgendwelche oberflächlichen Fehler und Schwächen finden und ständig unzufrieden mit sich selbst sein, wenn jemand anderes mehr hat, mehr erreicht hat oder besser aussieht. Daraus resultieren ständige Vergleiche mit anderen und Minderwertigkeitskomplexe. Die Werbeindustrie und zahlreiche Musikvideos tragen dazu bei, dass zahlreiche Leute sich aufgrund von reinen Oberflächlichkeiten schlechter fühlen und dadurch ein ständiges Gefühl von Mangel verspüren. Das ist toxisch und dennoch bei vielen mittlerweile traurige Normalität. Dabei ist es unsinnig sich ständig mit anderen zu vergleichen, weil jeder vollkommen individuell ist und demnach unterschiedliche Qualitäten aufweist. Das gilt insbesondere für rein oberflächliche Werte. Der Basketballspieler mit 2 Meter Körpergröße hat alleine durch seinen Körperbau ganz andere Qualitäten als der Basketballspieler mit einer Körpergröße von 1,7 Meter. Es würde deshalb keinen Sinn machen, diese Leute zu vergleichen. Viele oberflächliche Werte können zudem nicht beeinflusst werden. Es ist genetisch vorbestimmt wie groß, schön und intelligent jemand ist. Nicht alle dieser Eigenschaften kann man beeinflussen. Warum soll man sich dann nach reinen Oberflächlichkeiten definieren, wenn man vieles davon noch nicht einmal beeinflussen kann? Warum sich dadurch ständig als nicht wertvoll genug betrachten? Jeder Mensch ist komplett und vollkommen so wie er ist, unabhängig von seinem Aussehen, Geschlecht, Herkunft, seinen Fähigkeiten, Status etc.

21. Sich mit Durchschnittlichkeit zufrieden geben

Es ist erstaunlich wie viele talentierte Leute es da draußen gibt und wie wenige von ihnen ihr maximales Potenzial entfalten. So viele Leuten könnten so viel mehr erreichen und dennoch geben sich die meisten mit weniger zufrieden. Damit meine ich nicht den materiellen Besitz, sondern die eigenen Fähigkeiten bzw. Kompetenzen. Manch talentierter Fußballer bleibt lieber in seiner regionalen Mannschaft, anstatt in der Nationalmannschaft zu spielen. Manch talentierter Künstler übt seine Handwerk nur als Hobby aus, nur weil er seine Festeinstellung in seinem ,,sicheren“ Job nicht verlieren möchte. Es wird jeden Tag aufs neue so viel Potential vergeudet, weil die meisten nicht aus dem Raster fallen, nicht ihre Sicherheit aufs Spiel setzen oder zu viel Aufmerksamkeit erregen möchten. Viele sind auch einfach faul oder zu bequem um aus sich das beste herauszuholen. Warum etwas ändern, wenn es doch in meiner Komfortzone so bequem ist? Das ist einer der Hauptgründe warum so viele sich mit Durchschnittlichkeit zufrieden geben. Wo würden wir als Gesellschaft stehen, wenn jeder einzelne das beste aus sich machen würde? Wir hätten vielleicht schon längst den Himmel auf Erden und jeder wäre in seinem Leben wesentlich erfüllter. Wir haben zu wenige Leute die mutig sind und etwas wagen. Das bremst die Innovation aus und das ist in gewisser Weise toxisch. Dabei beginnt das Leben dort wo die Komfortzone aufhört.

22. Das leugnen und Wegschauen von Problemen

Ein weit verbreitetes Phänomen ist die Scheuklappen-Mentalität. Viele Leute scheinen zu glauben, dass die Probleme einfach verschwinden wenn sie lange genug die Augen davor verschließen. So einfach geht das leider nicht und dennoch bevorzugen so viele Menschen die Ignoranz. Warum auch? Ist es nicht einfacher lieber ignorant zu sein als sich mit den großen Problemen dieser Welt zu beschäftigen und nichts dagegen zu unternehmen? Leider ist für viele bei den Herausforderungen unserer Zeit, Wegschauen und Ignorieren, der bevorzugte Umgang. Die meisten fangen erst dann damit an etwas zu ändern, wenn es sie persönlich trifft. Bis das passiert geben sie die Verantwortung lieber anderen ab, die nicht unbedingt ihr bestes im Interesse haben. Wenn dann Probleme auftreten, wird es stattdessen häufig noch geleugnet und schön gefärbt. Das ist lediglich eine weitere Möglichkeit um sich auf einfache Art der Verantwortung zu entledigen. Weil so viele das machen, haben korrupte Politiker und Unternehmen freies Spiel, woraus dann alle großen Probleme dieser Welt erst zustande kommen. Anschließend beklagen sie sich ohne jemals selbst etwas dagegen zu unternehmen. Keiner tut was, keiner hat etwas gesehen und niemand will die Verantwortung übernehmen und etwas dagegen unternehmen. Nur so ist es überhaupt möglich, dass Wohnen zunehmend zum Luxusgut wurde und dass im Jahr 2021, weltweit die meisten Menschen inmitten einer Klimakrise weiterhin Autos mit Verbrennermotoren fahren. Diese Probleme lösen sich aber nicht von alleine. Ignoranz und Leugnung wird das Problem leider auch nicht weg machen.

23. Nur das sehen wollen, was in das eigene Weltbild passt

Wir Menschen sind sehr wählerisch. Das betrifft auch die Dinge, die wir täglich wahrnehmen wollen. Allerdings bringt das einen Nachteil mit sich: Es macht ignorant für andere Perspektiven. Jemand der Probleme nachhaltig lösen möchte, muss sich auch in die Lage anderer hinein versetzen können. Genau das tun aber nur die Wenigsten. Nachgewiesenermaßen leben die meisten Menschen so wie es in ihr persönliches Weltbild passt. Das überträgt sich dann auf das gesamte Leben: Man konsumiert nur die Informationen, die in das eigene Weltbild passen, verbringt nur Zeit mit Leuten, die die selben Meinungen und Ansichten vertreten und man tut nur das, was den eigenen Prinzipien entspricht. Dadurch beschränkt man sich selbst und wird blind für neue Wege und Möglichkeiten. Das Denken für das Lösen bestimmter Probleme wird dadurch limitiert, was im Zweifel vergeudetes Potential ist, wenn man im Ernstfall nicht weiterkommt. Darum ist es wichtig aus der Box hinaus zu blicken und andere Möglichkeiten und Perspektiven zuzulassen.

24. Abgestürzte Jugend

Ist es nur meine persönliche Wahrnehmung oder war das schon immer so, dass so viele Jugendliche verdorben und respektlos sind? Man möge sich einige öffentliche Schulen oder Kommentare in den sozialen Medien ansehen. Die 13-jährigen Jugendlichen, die auf der Straße hochprozentiges Alkohol trinken, abscheuliche Musik hören, herumpöbeln und Cannabis rauchen, geben mir den Rest. Selbstverständlich kann man das nicht alles über einen Kamm scheren und was will man schon dagegen sagen? Es sind halt noch Kinder. Was mich nur oft verwundert ist die Tatsache, dass die Verdorbenheit der heutigen Jugend allem Anschein nach zur Normalität geworden ist. Viele Erwachsene, inklusive der Eltern scheint das nicht wirklich zu kümmern. Klar möchte man in der Pubertät gewisse Dinge ausprobieren, doch das ist noch lange kein Grund um anderen gegenüber respektlos zu werden und sich vollkommen daneben zu benehmen. Zudem stürzen nicht wenige komplett ab, fangen an drogenabhängig zu werden und rutschen im Zweifel in die Kriminalität. Auch Junge Leute sind durchaus in der Lage sich zu benehmen. Das bringt nicht nur Vorteile für die Allgemeinheit, sondern gerade für die jungen Leute selbst – gerade für diejenigen, die von anderen ernst genommen werden möchten.

25. Die Eltern für alles beschuldigen, was man an sich selbst schlecht findet

Wie in einem vorherigen Punkt bereits angesprochen, suchen viele Menschen die Schuld immer nur bei den anderen und viele Leute machen selbst vor den eigenen Eltern nicht halt. Du hast schlechte Gewohnheiten? Du isst zu viel, schaust zu viel Fernsehen oder lässt andere Leute ständig nicht ausreden? Andere Makel? Ist es nicht leicht die Schuld für das eigene Verzagen auf die eigenen Eltern zu schieben? Vielleicht sind es die verebten Gene die für das Übergewicht verantwortlich sind oder die falsche Erziehung, die dafür gesorgt hat, dass Du schlechte Charaktereigenschaften hast, die verhindern, dass Du deinen Traumberuf ausüben kannst? Dabei ist der Streit mit den eigenen Eltern vorprogrammiert. Niemand hat perfekte Eltern und man kann sich eben nicht seine Eltern aussuchen. Was man allerdings definitiv kann, ist die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen und ungeliebte Eigenschaften selber loszuwerden. Das heißt, dass man die Fehler der Eltern spätestens im Erwachsenenalter wieder beheben kann. Anstatt die eigenen Eltern für alles Schlechte an sich selbst zu beschuldigen, wäre es sinnvoller wenn man einfach an sich arbeitet. Darüber hat absolut jeder die Kontrolle.

27. Die Erziehung dem Fernseher überlassen

Zu viele Eltern wollen es sich bei der Kindererziehung leicht machen überlassen die Erziehung deshalb dem Fernseher, gerade in Elternhaushalten in denen beide Eltern berufstätig sind oder sich einfach zu schade sind, ihren Kindern die nötige Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Das Kind ist laut und macht Ärger? Setz es vor die Flimmerkiste und es wird ruhig werden. Was zwar kurzfristig für Ruhe sorgt, schadet langfristig der Entwicklung des Kindes. Im Privatfernsehen wird viel Müll präsentiert. Die Massenmedien sind nicht darauf ausgelegt den Zuschauer zu bilden, sondern ihn dümmer zu machen oder anders ausgedrückt, ihn zu ,,unterhalten“. Das ist für das Kind verschwendete Zeit. Kinder sind voller Energie und Lernbereitschaft. Kinder brauchen sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten und wollen aktiv sein. Sie wollen die Welt erkunden und nicht stundenlang auf dem Sofa vor der Glotze verbringen. Das ist wichtig für ihre Entwicklung. Ein Fernseher trägt nicht viel zur positiven Entwicklung eines Kindes bei. Regelmäßiges langes Fernsehen macht das Kind langfristig dümmer. Darum sollten alle Eltern die Erziehung wieder in die eigene Hand nehmen und das beste aus ihrem Kind herausholen.

28. Aus schädlichen Produkten Profit schlagen

Der hier geht an die Industrie. Von Zigaretten, Alkohol und Billigfleisch, bis hin zu Industriell verarbeiteten Zucker und nutzlosen Hilfsmittel wie Nikotinpflaster; es ist kein Geheimnis, dass schädliche Produkte trotzdem verkauft werden, aus dem einfachen Grund weil hier eine Menge Geld gemacht werden kann. Wie so oft siegt die Profitgier über den gesunden Menschenverstand. Viele dieser Produkte machen süchtig oder verursachen ein künstliches Problem um dem Konsumenten anschließend die passende Lösung zu verkaufen. Ich denke da an genetisch manipulierte Nutzpflanzen, die nur einmal im Jahr Früchte tragen, damit sie nächstes Jahr beim selben Hersteller samt Dünger wieder neu gekauft werden müssen. Nicht zu vergessen die Aktion von Nestlé, als dieses Unternehmen in Ländern mit Wasserknappheit die Wasserquellen anzapfte und das Wasser anschließend verpackt in Plastikflaschen zu hohen Preisen weiterverkaufte. Es gibt noch genügend andere Beispiele von anderen Konzernen. Die Gier und Skrupellosigkeit kennt bei zahlreichen Unternehmen keine Grenzen. Großkonzerne und auch Einzelpersonen lassen sich die übelsten Ideen einfallen um mit den Problemen anderer Leute viel Geld zu verdienen. Das vergiftet langfristig unseren Planeten und ist leider schon seit langem Normalität. Hoffentlich machen es zukünftige Unternehmen besser und realisieren, dass Geld weder zum Essen und Trinken, noch zum Atmen geeignet ist.

29. Stillstand und sich vor Veränderung sträuben

Das betrifft vor allem die älteren Generationen. Viele Leute sträuben sich vor Veränderung, weil sie Angst davor haben. Neue Entwicklungen führen immer ins Unbekannte und genau das mögen viele nicht. Deshalb halten viele Leute lieber an ihren alten Werten und Traditionen fest, auch wenn diese in modernen Zeiten nicht mehr funktionieren. Manche Menschen finden einen bestimmten Zustand so gut, dass sie es im übertragenen Sinne einfrieren möchten. So gibt es Leute die seit 40 Jahren die selben Dinge tun, das selbe sagen, die selben Überzeugungen pflegen und sogar immer noch die selben Kleider tragen. Etwas zu ändern kommt für sie nicht infrage, auch wenn ihre alten Werte und Traditionen heute längst nicht mehr funktionieren. Das bremst sämtliche Innovation aus und sorgt nicht selten für Konflikte zwischen jüngeren und älteren Generationen. Die Angst vor Veränderung ist einer der Gründe, warum im Jahr 2021 die Mehrheit der Energieversorgung immer noch von fossilen Brennstoffen abhängt oder warum die meisten Menschen immer noch 10 Stunden am Tag arbeiten gehen obwohl wir längst Digitalisierung und automatisierte Maschinen haben, die uns viel Arbeit abnehmen. Leute die sich vor Veränderung sträuben, erzeugen langfristig eine toxische Atmosphäre. So viele Dinge könnten besser werden, wenn man einfach mit der Zeit mitgehen würde. Weil viele das nicht machen und sich stattdessen an veraltete Werte klammern, müssen wir heute immer noch mit den gleichen Problemen kämpfen wie die Leute von vor 100 Jahren. Dabei ist Veränderung die einzige Konstante. Alles verändert sich ständig; es ist ein Naturgesetz. Wer gegen dieses Naturgesetz ankämpft, vergeht und damit seine veralteten Werte und Traditionen.

30. Manipulation und Kontrollsucht

Das ist in zahlreichen traditionellen Unternehmen leider noch Gang und Gebe. Es gibt noch zu viele Chefs, die ihren Mitarbeitern nicht vertrauen und sie deshalb bei allem was sie tun, kontrollieren müssen. Das findet man auch noch häufig in der Politik wieder. Ständig wollen gewisse Leute alle manipulieren und kontrollieren, um auf diese Art ihre Macht zu bewahren. Kontrollsüchtige Arbeitgeber halten sich für Gott. Sie entscheiden darüber um wie viel Uhr ihre Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, welche Kleidung sie tragen, mit welchen Leuten sie sprechen dürfen, was sie essen dürfen und welchen Sprachstil sie verwenden. Jedes kleinste Detail wird kontrolliert und wer nicht das tut was der Chef sagt, fliegt. Kontrollsucht entsteht aus Angst und einem Mangel an Vertrauen. Vielleicht kennst Du diesen Spruch:,,Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Nach dieser Philosophie leben kontrollsüchtige Menschen. Diese toxische Verhaltensweise wirkt sich auf die gesamte Gesellschaft aus und wird nur von wenigen hinterfragt. Da die meisten das einfach mitmachen, wurde es mittlerweile zur neuen Normalität. In der Pandemie 2020 bestanden viele Chefs darauf, dass ihre Mitarbeiter trotzdem ins Büro kommen und sich dann dort an unzählige Hygienevorschriften halten mussten. Viele Chefs konnten ihren Mitarbeitern nicht vertrauen und zweifelten daran, dass sie ihre Arbeit auch von zuhaue aus zuverlässig erledigen konnten. Deshalb musste die deutsche Politik eine Home-Office-Pflicht einführen. Der ständige Kontrollzwang ist nicht nur nervig, er bremst Produktivität und Kreativität eher aus. Niemand möchte ständig kontrolliert werden. Jemand kann nur dann kreativ sein, wenn er frei denken und handeln kann. Mit ständiger Überwachung und Totalkontrolle wird das kaum funktionieren.


Fazit:

Weil die genannten toxischen Verhaltensweisen für die meisten zur Normalität wurden, sind sich viele Leute dem nicht bewusst. Nur weil etwas als normal gilt oder von einer Gesellschaft so definiert wird, heißt das nicht, dass es gut oder schön ist. In Indien soll das Spucken auf die Straße eine Tradition sein und Glück bringen. Weil dort ganz viele Menschen daran glauben und das Spucken zur Normalität wurde, sehen die Straßen dort oft abscheulich aus. In anderen Länder hat man stattdessen die Zigarettenstöpsel oder das wöchentliche Saufgelage in Clubs und Bars. Dabei sollte jeder die ,,normalen“ Dinge gründlich hinterfragen und sich die Frage stellen, was an dieser normalen Sache eigentlich so gut sein soll. Würdest Du es ,,normal“ finden wenn jeder ab seinem 30. Lebensjahr von der Klippe springt weil irgendjemand gesagt hat, dass das eine Tradition ist? Würdest Du das mitmachen, nur weil die meisten anderen das auch so machen? Wahrscheinlich nicht. Die meisten würden das hinterfragen, weil es etwas extremes wäre. Warum tun wir das dann nicht auch bei allen anderen toxischen Verhaltensweisen, die mittlerweile als normal gelten? Der Mensch kann seine ungünstigen Verhaltensmuster erst dann verändern, wenn er realisiert, dass diese eigentlich weder gut noch normal sind.